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『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ

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0294 Eine Routenaufnahme durch Ostpersien : vol.1
東ペルシアにおける踏査の記録 : vol.1
Eine Routenaufnahme durch Ostpersien : vol.1 / 294 ページ(白黒高解像度画像)

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Io6

Das lange i wird genau so wie der entsprechende Laut im Schwedischen oder Deutschen ausgesprochen und gibt demnach zu keinen besonderen Bemerkungen Anlass. In der Umschrift wird dieser Laut selbstverständlich durch i ausgedrückt, z. B. Nischapur, bekannter Stadtname; das kurze i ebenso, das jedoch im Persischen gewöhnlich nicht wie 1, sondern wie das geschlossene e im deutschen See oder in dem schwedischen se »sehen» ausgesprochen wird, z. B. gagird »Schwefel». Nur vor h wird persisches i durch e umschrieben, z. B. deh »Dorf».

Langes oder kurzes u wird durch u wiedergegeben, z. B. schor »salzig», pul »Brücke». Die betreffenden persischen Laute sind mit den entsprechenden deutschen so ziemlich identisch; doch wird das kurze persische ai bisweilen wie ô, nicht wie û ausgesprochen.

Die Diphthonge werden durch ai (ei), bezw. au (ou) bezeichnet, z. B. kelat-iHusain »Husain's Schloss», haus »Zisterne».

Wenn die beiden Vokale zu verschiedenen Silben gehören, wird dies durch ein Trema kenntlich gemacht, z. B. pain, d. h. pa-in, »niedrig».

Im übrigen ist zu bemerken, dass die Izâfet — der kurze Vokal -1- zwischen einem Substantiv und einem folgenden Adjektiv oder Genitiv — mitunter fehlt.

B) Konsonanten:

6, ch, d, dh, dsch, f, g, gh, h, j, k, l, m, n, ~, r, s, sch, t, tsch, v.

Die meisten Konsonanten werden wie im Deutschen ausgesprochen. Hier braucht nur folgendes bemerkt zu werden.

ch bezeichnet das deutsche ch in acht, z. B. chane »Haus», dh das gewöhnliche deutsche d in Rede, z. B. gudhar »Passage»; gh entspricht dem spirantischen g- in Wagen nach norddeutscher Aussprache, z. B. murgh »Vogel»; tsch bezeichnet das schwedische tj in tjanst »Dienst», das italienische c in cingue »fünf», z. B. tschah »Brunnen», während der entsprechende stimmhafte Laut — das italienische g in genie »Volk» — durch dsch wiedergegeben wird, z. B. dschengel »Wald».

sch bezeichnet den deutschen sch-Laut, z. B. schah »König».

y entspricht dem schwedischen y, dem deutschen w, z. B. kevir »salziger Boden».

Leider hat Dr. HEDIN zwischen stimmhaftem und stimmlosem s nicht unterschieden. In den meisten Fällen ist es zwar sehr leicht, das stimmhafte s zu erkennen, z. B. in busurg, duvasdeh, Firusabad, imamsade, haus, mensil usw. ; da es aber immerhin zweifelhafte Fälle gibt, musste auf das Unterscheiden der beiden s-Laute prinzipiell verzichtet werden.

Uppsala, den 20. Juli 1918.

K. V. ZETTERSTÉEN.