国立情報学研究所 - ディジタル・シルクロード・プロジェクト
『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ

> > > >
カラー New!IIIFカラー高解像度 白黒高解像度 PDF   日本語 English
0092 China : vol.2
中国 : vol.2
China : vol.2 / 92 ページ(白黒高解像度画像)

New!引用情報

doi: 10.20676/00000260
引用形式選択: Chicago | APA | Harvard | IEEE

OCR読み取り結果

nicht erzielt werden, und Shong-king war unter viele kleine Fürsten getheilt, die
sich gegenseitig bekriegten. Die Hauptstadt war noch immer Liau-yang. Daneben
aber kam schon Shönn-yang, das jetzige Mukden, zu einiger Bedeutung. Chine-
sische Einwanderer waren bereits von den Khitan und Nü-tshönn angezogen wor-
den, welche bei ihren Kriegszügen die Bevölkerung ganzer Städte zwangen, nach
dem Liau-Thal überzusiedeln. Auch jetzt währte die Strömung fort.
Allein noch einmal sollte sich das Schauspiel des Einfallens eines tungusischen
Jägervolkes, seiner Erstarkung im Thal des Liau und der schnellen Ausbreitung
seiner Macht gegen Westen wiederholen. In derselben Gegend der waldigen Nord-
gehänge des Tshang-pai-shan, in den Quellgebieten des Ussuri und der Khurkha,
von wo schon früher diese Bewegungen ausgegangen waren, begann ein Stamm,
angeblich den tungusischen Ju-tshönn angehörig, ein Uebergewicht zu erringen.
Der erste Herrschersitz soll Odoli in der Ebene Owohoi gewesen sein, am Lefutshi,
einem der Quellflüsse der Khurkha, gelegen¹. Dort spielt jedoch nur die legen-
denhafte Geschichte von Aishin-Gioro², dem Sohn einer himmlischen Jungfrau,
welcher um das Ende der Kin-Dynastie gelebt haben soll. Unter ihm soll der
Name Mantschu, dessen Ursprung unsicher ist, in Gebrauch gekommen sein. Ein
Zweig scheint sich bald südwestlich gewandt zu haben; denn die Geschichte des
Fürstenhauses beginnt in Yenden früher Hetu-ala³, östlich von Mukden. Hier
wurde Tai-tsze auch Novur-hotshi genannt, im Jahr 1559 geboren, nachdem
angeblich schon sechs Fürsten nach einander an demselben Ort regiert hatten.
Grenzstreitigkeiten mit den Chinesen, hatten einige mongolische Häuptlinge ver-
bunden waren, hatten eine Reihe kleiner Kriege zur Folge, welche Tai-tsze in
seinem 25sten Jahr mit 100 Mann begann. Anfangs hatte seine Tapferkeit geringe
Ergebnisse; aber von 1605 an waren die Mantschu erfolgreich. Im Jahr 1619
nahmen sie Kiu-yüen⁴ und mehrere andere Plätze und fassten nun den Plan, von
ganz Liautung Besitz zu ergreifen. Zwei Jahre später stürmten sie die Hauptstadt
Liau-yang⁵, wo die chinesische Bevölkerung die mantschurische Haartracht und
Kleidung als Zeichen der Unterwerfung anzunehmen gezwungen wurde. Im Jahr
1625 folgte Tai-tsung, welcher Kiu-tshöu und im Jahr 1630 Yung-ping-fu nahm,
aber sich wieder nach Mukden, das er zur Hauptstadt machte, zurückzog. Im Jahr
1634 zog er, nachdem er 49 Mongolenfürsten zu Bundesgenossen gewonnen hatte,
durch die Mongolei und drang von Norden her in China ein, bis Pau-ngan in Tshili
und Tai-tshou in Shansi Alles verwüstend; 1635 nahm er durch einen feierlichen