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0106 China : vol.2
China : vol.2 / Page 106 (Grayscale High Resolution Image)

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doi: 10.20676/00000260
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1) Kieseliger Kalk, von hellen Farben, vorherrschend grün, auch grünlich-
grau und gelblich, unter dem Hammer hell klingend, theils flachmuschlig,
theils eckig splittrig brechend, von einem äusserst feinen Korn, sehr fest und
hart. Er löst sich in vollkommen ebenflächigen Platten ab, die
ein vorzügliches Baumaterial geben. . . . . . . . . . . . . . 200 F.
2) Gelbe, sehr mürbe Schieferthone . . . . . . . . . . . . . . 50 "
3) Gelber kieseliger Kalk . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30 "
4) Gelbe plattige Schiefer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20 "
5) Rother Kalk, kieselig und ebenflächig . . . . . . . . . . . . unbestimmbar.
6) Rother, blättriger, in kleinen Platten zerfallender Schieferthon. Mächtigkeit
unbestimmbar.
Hiermit ist der südliche Fuss des Rückens erreicht. Es folgt wieder ein sandiger Thal-
boden, der jedenfalls durch die Zerstörung weicher Schichten verursacht wird, und darauf
ein paralleler Höhenzug, in welchem das Schichtenprofil mit gleichem Streichen, aber
etwas geringerem Fallwinkel fortsetzt:
7) Wahrscheinlich ein System weicherer Schichten; von Sand bedeckt, nicht sichtbar.
8) Plattenkalk von derselben Beschaffenheit wie 1). Mächtigkeit nicht bestimm-
bar, da ein Theil durch den Sand verhüllt wird.
9) Rothe und graue brockige Schieferthone, 8° SW fallend; ungefähr . 400 F.
10) Schiefer mit zwischengelagerten, weissen, festen Sandsteinen, meist in dünnen
Schichten. Nach oben wird der Sandstein herrschend und dickschichtiger. 300 F.
11) Graue und rothe Schiefer wie 9) . . . . . . . . . . . . . . . . . 400 "
Man gelangt nun wieder auf einen sandigen Thalboden, in dem die Stadt Fu-tshòu liegt.
Der Sand bedeckt wahrscheinlich nur die Schichtköpfe der rothen Schiefer. Daran
schliessen sich noch zwei Höhenzüge, in denen die Formation nach dem Hangenden
fortsetzt; und zwar herrschen:
12) Grünlich zerfallender Schieferthon von grünen, grauen und rothen Farben,
und Sandstein. Hier und da ist eine dünne Kalkbank eingelagert. Das
Fallen ist noch vorwaltend nach Südwest, aber es beginnt wellige Lagerung.
Hiermit erreicht man ein breites sandiges Thal, in welchem sich der Fu-tshòu-hò oder
Fluss von Fu-tshòu zu dieser Jahreszeit nur ein wasserarmes Bächlein, hinabschlängelt.
Man hat auf den Karten die Stadt an ihn gesetzt. Doch liegt sie 20 li weiter nördlich,
an einem kleinen Zufluss.
Die ganze, eben betrachtete Schichtenfolge, welche durch ihre besonderen, mehrfach
wiederkehrenden Gesteine, insbesondere die splittrigen, plattigen Kieselkalke, den rothen
Sandsteinen gegenüber ein zusammengehöriges Ganzes bildet, hatte ich schon früher in
ähnlicher Entwickelung am Tung-Wuan-hò in Shantung beobachtet, ohne ihr Altersver-
hältniss zu kennen. Die weiteren Untersuchungen in Liautung erwiesen, dass auch sie
tiefer liegt, als gewisse Kalke mit primordialer Fauna. Nach dem genannten Ort bezeichne
ich sie als Tungwònn-Schichten. Sie bildet ein Hügelland von sanften Formen.