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0115 China : vol.2
中国 : vol.2
China : vol.2 / 115 ページ(白黒高解像度画像)

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doi: 10.20676/00000260
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OCR読み取り結果

Besonders zeichnen sich der Mo-Kuei-shan, oder Teufelsberg, und der Hsü-ma-shan im
Norden von Ta-tshwang-hô durch ihre bizarren Umrisse aus. Die Gegend in dem gra-
nitischen Vorland ist überaus anmuthig. Die runden Kuppen sind bis auf die Höhen
mit Gras und Gebüsch bewachsen. In den Gründen ist der Boden fruchtbar, und die
Vegetation von ungewöhnlicher Üeppigkeit. Obstgarten und Pflanzungen von Eichen für
die wilde Seidenraupe sind sorgsam ummauert.

Unter dem Namen Korea-Granit fasse ich eine Reihe von Graniten zusammen,
welche, wie sich aus der ferneren Betrachtung ergeben wird, das gemeinsame Merkmal
haben, dass ihre Eruptionsperiode vor die Ablagerung der Cambrischen Schichten fällt
und jünger ist als alle vorhergehenden Sedimentgesteine. Hinsichtlich der petrographischen
Verhältnisse sei hier nur so viel erwähnt, dass sie neben Quarz und zweierlei Feldspathen
Biotit und gewöhnlich auch Hornblende führen, dagegen von Kaliglimmer frei sind, und
dass sie in der Regel ein bis zwei Zoll grosse Orthoklaskrystalle, meist in der Form von
Carlsbader Zwillingen, umschliessen. Bei der Verwitterung zu dem lockerstem Grus bleiben
die Formen dieser Krystalle deutlich erkennbar. Tektonisch haben die Korea-Granite die
Eigenschaft, dass sie in breiten Gangmassen und mächtigen Stöcken auftreten und die
besondere Neigung besitzen, flachrunde Kuppen mit concentrisch-schaliger
Absonderung zu bilden. Dies ist besonders in den niederen Hügeln der Fall, welche
an der Strasse zwischen Pi-tsze-wô und Ta-ku-shan vom Wege aus sichtbar sind.

Vier breite Flussbetten sind in das Granitgebiet eingesenkt. Die bedeutendsten sind
der Yung-nang-hô und der Tshing-tai-taz-hô. Letzterer ist nach einem kleinen, aber
reichen Dorf benannt, das auf einem in das Meer abfallenden niederen Granitvorsprung
gebaut ist. Er war jetzt 40 Fuss breit, bei einer Tiefe von 10 Zoll. Sein sandiges
Bett ist von sehr niedrigen aber steilen Granitgehängen umsäumt, und diese sind mit
Carlsbader Krystalle bekleidet. Die hohen Granitketten im Hintergrund geben den Bildern einen
Rahmen, welcher durch seinen steten Formenwechsel belebend wirkt.

Nach Ueberschreitung des Flusses ist noch eine breite Granitwelle zu passiren. Hier
treten einzelne Gänge eines unbestimmbaren Grünsteines, mit aphanitischer Grund-
masse und Hornblendekrystallen, auf. Auch zeigen sich an dieser Stelle die schönsten
Granitgewölbe.

Noch ein erwünschter Aufschluss erschien, ehe ich Ta-ku-shan erreichte. Denn die
dünngeschichteten und mürben rothen thonigen Sandsteine und sandigen Thone
treten, nachdem man das Bett des Hsiau-Yang-hô überschritten hat, deutlich als Decke
des Granits auf. Auch hier stehen sie in Zusammenhang mit einem Quarzit-Hügelzug,
der sich, 600 bis 800 Fuss hoch, im Süden erhebt. Ausserdem wiederholt sich eine
zweite Beziehung, der wir bei dem ersten Betreten der Formation, bei Li-kwan-thun,
begegneten, nämlich die Durchsetzung der Schichten durch quarzfreie porphyrische
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