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0134 China : vol.2
中国 : vol.2
China : vol.2 / 134 ページ(白黒高解像度画像)

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doi: 10.20676/00000260
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OCR読み取り結果

In diesem Profil ist Alles von früher her bekannt, mit Ausnahme des Kalksteins 5),
dessen Alter sich aber leicht festsetzen lassen wird, wenn ein Reisender Zeit hat, dem
Suchen nach Versteinerungen in demselben grössere Aufmerksamkeit zu widmen¹). Ich
musste mich mit wenigem Material zur allgemeinen Formationsbestimmung begnügen.

Thalabwärts geht man nun in der Schichtfolge aufwärts. Sie ist plötzlich abge-
schnitten, wo von Norden ein Thal hereinkommt, in welchem die Strasse nach Mukden
führt. Ich folgte jedoch dem Tai-tsze, um Pönn-hsi-hu zu erreichen. Steile Abstürze,
offenbar von Porphyr, erheben sich westlich von der Confluenzstelle und machen das
Fortkommen am rechten Ufer des Flusses unmöglich. Die Strasse setzt nach der linken
Seite hinüber. Auch hier stehen Porphyre an, und ein grosser, von SSO mit breitem Thal-
boden herabkommender Zufluss zeigt den ganzen petrographischen Reichthum der Gebirge
in dieser Richtung. Der Korea-Granitporphyr, Porphyre, Gneiss, Quarzit und der korund-
führende Pegmatit waren als alte Bekannte besonders vertreten, und ich habe darauf hin
bei der geologischen Kartirung die auf dem südnördlichen Weg verquerten Zonen in west-
licher Richtung fortgeführt. Was ich nun noch am linken Ufer sah, waren porphyrische
Sedimente: sehr grobe Conglomerate eckiger Porphyritfragmente, mit rothen Sandsteinen
wechsellagernd. Das nördliche Ufer ist steil. Die Strasse erreicht durch einen Umweg
eine Furth über den Fluss, von der es noch 2 li bis Pönn-hsi-hu ist.

Das Kohlenfeld von Pönn-hsi-hu (19ten Juni).

Nicht nur in geologischer Beziehung bietet dieses Kohlenfeld Interesse; auch von
praktischem Gesichtspunkt verdient es eine besondere Besprechung. Denn kaum ist auf
ein anderes Kohlenvorkommen von China so häufig als einen Gegenstand finanzieller
Unternehmung und eine Quelle voraussichtlichen Vortheils für die Dampfschifffahrt hin-
gewiesen worden. Man sah die Kohle in Ying-tsze und liess sich durch ihren hohen
Preis nicht abschrecken, sie als einen besonderen Schatz für diesen in geschäftlicher
Hinsicht keineswegs erfreulichen Hafenplatz zu betrachten. Der Ort ist daher auch häu-
figer besucht worden; das Urtheil, das über die Beschaffenheit der Kohle und die Reich-
haltigkeit ihres Auftretens gefällt wurde, war jedoch in der Regel durch den Reflex eines
leuchtenden Hintergrundes von Hoffnungen auf Gewinn etwas rosig gefärbt.

Pönn-hsi-hu ist ein ansehnlicher Flecken am Boden einer engen, von Nord nach
Süd gerichteten Schlucht, und hat viele Kaufläden und Gasthäuser. Er lehnt sich unmit-
telbar an Kalksteinhügel. Die östliche Thalseite ist ganz aus regelmässig geschichtetem,
lichtgrauem Kalk aufgebaut, während sich an der westlichen über diesem Gestein ein
Rücken von kohlenführenden Sandsteinen und Schiefern gegen 800 Fuss hoch erhebt.
Eine breite Zone am Abhang ist mit den schwarzen Halden der Kohlengruben bedeckt.
Die Länge derselben wird auf 10 li angegeben. Die Flöze mit den einschliessenden
Schichten setzen über die Schlucht auf die östliche Thalseite hinüber, und es befinden
sich auch dort einige Gruben.