National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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älter sind als dieser. Bei Kai-tshóu S. 71 könnte man für den Thon-
schiefer das Letztere schliessen. Doch liegt gerade hier die Möglichkeit
einer überstürzten Lagerung vor. Am Ta-ku-shan (S. 85, 86) könnte man
den Thonschiefer für das jüngere Gebilde halten. An beiden Orten, ebenso
wie oberhalb Tshü-yü-pei am Pa-tau-hô (S. 90), erreicht er eine Mäch-
tigkeit von einigen tausend Fuss. Der krystallinische Kalk hat ein sehr
beschränktes Auftreten. Ich kenne ihn nur von der Enge am Tang-hô,
wo er in Verbindung mit Quarzit steht und von Granitporphyr überlagert
wird (S. 97, Fig. 25), und von seinem ausgedehnten Vorkommen am
Pa-tau-hô. Auch hier wird er von Granit durchbrochen und bildet mit
glimmerigen und chloritreichen Schiefern einen sehr mächtigen, stark
gestörten Schichtencomplex.
Obgleich die beiden letzten Glieder selten vorkommen, wird doch diese For-
mation durch die starr aufragenden, gelben und weissen Quarzite in ausgedehnter
Weise vertreten. Ein wahres Meer von Riffen bilden sie vom Lóu-tszê-shan (Fig. 19)
bis Sai-ma-ki, sowie östlich von diesem Ort, in den Umgebungen des Kohlen-
beckens (Fig. 20). Was die Beziehungen zu anderen Formationen betrifft, so zeigt die
Anlagerung des Quarzites an Gneiss und älteren Granit am Tai-tszê (Fig. 28), dass er
jünger ist als diese Gebilde, wie er sie überhaupt mehrfach überlagert. Dagegen
erweist er sich älter, als die unter 4) zu erwähnenden Eruptivgesteine, von denen er
häufig und massenhaft durchsetzt wird. Dass er älter ist als die mit 5) beginnende
Formationsreihe, beweist direct das Lagerungsverhältniss bei Sai-ma-ki (Fig. 21) und
bei Hsiang-mo (Fig. 26), sowie seine Durchsetzung durch Eruptivgesteine, welche
dort nicht mehr in dieser Weise auftreten. Indirect geht es aus seinen steilen
Schichtenstellung im Gegensatz zu der sanften Lagerung der späteren Schichtenreihe
hervor.
4) Korea-Granitporphyr. Er durchbricht alle bisher genannten Formationen
und baut mächtige Gebirge von äusserst schroffen Umrissen selbständig auf.
Eigenthümlich ist ihm die Form concentrisch-schaliger runder Kuppen, wo er
niedere Berge bildet, während seine hohen starren Kämme wie Bruchstücke
solcher Kuppen erscheinen und durch das Hinzutreten einer zweiten Structur-
fläche sägenförmige Profile zeigen. Ihm gehören als Begleiter zu: ein fein-
körniger Ganggranit, Synit, Diorit, Diabas, Hyperit und Porphy-
rit. Dieselben durchsetzen ihn selbst, und in Verbindung mit ihm die älteren
Formationen.
So gewaltige Ereignisse mussten von den grossartigsten Umgestaltungen begleitet
sein, und es haben in dieser Periode bedeutende Schichtenstörungen in Liautung
stattgefunden. Alle bisher genannten Sedimentgebilde sind steil auf-
gerichtet, während die späteren einen ähnlichen Einfluss nie erfah-
ren haben.
5) Sinische Formationsreihe.
Der eben genannte stratigraphische Umstand scheidet scharf von den bisher
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