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0141 China : vol.2
中国 : vol.2
China : vol.2 / 141 ページ(白黒高解像度画像)

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doi: 10.20676/00000260
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OCR読み取り結果

Lagerung und scharfe Abgrenzung gegen die älteren Gebilde verbundene Folge
von Sedimenten, deren Mächtigkeit auf 12 bis 20,000 Fuss veranschlagt werden
kann, und welche aus den verschiedenartigsten Schiefern, Sandsteinen und Kalk-
steinen besteht, wobei in der Regel Sandsteine im tiefsten, Kalksteine im höchsten
Theil vorwalten. Es wird schon bei Besprechung des Gebirgsbaues von Shan-
tung Gelegenheit bieten, einige erste Punkte zur Vergleichung aufzufinden. Hier
gehe ich nur kurz auf die Entwickelung ein, welche wir in Liautung beobachtet
haben. Die grossen Bewegungen, welche dem Land die Grundlinien seiner bis heute
bewahrten Gestalt gaben, waren in Liautung längst vollendet, als die Ablagerung
der Sinischen Gebilde begann; denn die tieferen Schichten der letzteren haben keine
grössere Störung erfahren als die höheren. Es ist indess nicht unwahrscheinlich,
dass zwei, mit Nachläufern der Eruptionen des Korea-Granits zusammenhängende
Ablagerungsmassen die neue Periode eröffneten. Es sind dies die in Verbindung
mit Porphyrit auftretenden Gesteine von Li-kwan-tshun (S. 72) und dem niederen
Rücken zwischen Hsiau-Yang-hô und Ta-Yang-hô (S. 83, 84). Die Beziehungen zum
Porphyrit, der ebenso einen Theil des Ablagerungsmaterials hergegeben, als die
fertig gebildeten Schichten durchsetzt zu haben scheint, sind ähnlich wie diejenigen
der Tuffe in Süd-Tirol zu dem Augitporphyr. Sehen wir von diesen etwas proble-
matischen Gebilden, zu denen auch die Riffquarze am Fu-tshön-hô (S. 75) gehören,
ab, so beginnt die Schichtreihe mit
(1) tiefrothen, mürben Quarzsandsteinen, die nie in anderer
Lagerung, als unmittelbar auf krystallinischen Schiefern oder Granit, vor-
kommen. Wir begegneten ihnen an mehreren Stellen der West- und
Süd-Küste, wo sie ein sanftwelliges Land von mässiger Fruchtbarkeit
bilden, und bezeichneten sie als Yungning-Sandstein.
(2) Verhartete quarzitische Sandsteine und Quarzkiesel-Con-
glomerate, wechselnd mit weicheren thonigsandigen Schichten, theils
von hellen, theils von rothen Färbungen. Wir mussten es unentschieden
lassen, ob sie wirklich das Hangende der Schichten (1) bilden, oder nur
bei stärkerem Neigungswinkel durch Verhärtung daraus entstanden sind.
Sie bilden massige Formen, mit starr abgebrochenen Wänden, tragen
aber meist auf der Höhe sanftere Flächen. Mehrere der Inseln um Society-
Bay (S. 77, 78) hatten wir hieher zu rechnen. Damit endet die untere, in
Liautung wahrscheinlich wenigstens 2000 Fuss mächtige Reihe. Mit wenig
oder gar nicht veränderter Lagerung folgen darauf:
Die kalksteinführenden Abtheilungen der Sinischen Reihe. Wenn
ich leider nicht im Stande bin, eine genaue Beschreibung dieser interessanten,
mächtig entwickelten Formationen zu geben, so bilden die flachen Fallwinkel
und die Flüchtigkeit meiner Reise die Gründe. Wenn sich Schichtenfolgen mit
geringem Neigungswinkel für viele Meilen am Wege hinziehen und die Durch-
schnitte an den Thalrändern bald an denselben herankommen, bald ihn verlassen,
oder von breiten Seitenthälern unterbrochen werden, so gehört viel Zeit zu ihrem