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0147 China : vol.2
中国 : vol.2
China : vol.2 / 147 ページ(白黒高解像度画像)

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doi: 10.20676/00000260
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OCR読み取り結果

Station (220 li von Mukden) lässt sich die Geologie der nächsten Hügel nur aus den
scheint sich zu ergeben, dass die Alluvien im Thal des Liau ein grosses vulcanisches
in der Architectur und zu anderen Zwecken verwendeten Gesteinen erkennen. Daraus
Gebiet bedecken, welches nur mit seinen Kuppen über die Ebene aufragt. Der gewöhn-
liche Baustein (der stets, ausser unmittelbar an schiffbaren Flüssen, aus nächster Nähe
genommen wird) ist ausschliesslich vulcanisch; und zwar besteht er bei Mukden nur aus
Basalt und Dolerit, westlich vom Liau meist aus trachytischen Gesteinen,
deren lithoidische Abänderungen vorherrschend sind. Es kommen auch anscheinend kie-
selsäurereiche Gesteine mit poröser Grundmasse von weisser Farbe, die von zahl-
reichen Hornblendnadeln erfüllt ist, vor; ferner schaumige und bimssteinartige Ausbil-
dungen, Tuffgesteine und Bimssteinbreccie. Auch die ärmlichsten Häuser sind
meist aus diesen Gesteinen gebaut; theils kögen sie den aufragenden Kuppen, theils
der Terrasse entnommen sein. Selbst die Pferdekrippen, feste wie tragbare, sind sämmtlich aus Stein gehauen. Man verwendet dazu entweder Bimssteintuff, oder eine trachy-
tische Breccie, die auch Fragmente von quarzhaltigem Rhyolith umschliesst. In
Monumentalbauten, für die man eine grössere Strecke zum Transport des Materials nicht
scheut, fand ich weisslichen Gneissgranit, kieseligen Kalkstein, der wahrscheinlich
der Sinischen Formation angehört,ᵛ und feinkörnige, der ungarischen Palla ähnliche
Tuffgesteine.

Bei Orr-tau-tsing-tzŭ sieht man schon in grösserer Nähe höhere nichtvulcanische
Ketten, und bald überschreitet die Strasse einen kleinen, sporadisch aus der Terrasse auf-
tauchenden Ausläufer, welcher aus ganz mürben, zersetztem Granit besteht. Derselbe
wird von einer grossen Zahl von Spenitgängen durchsetzt und an der Westseite von
vulcanischem Gestein überlagert. Damit beginnt, obgleich die Ebene scheinbar eine
Aenderung nicht erleidet, eine weit nach Norden eingreifende Bucht zwischen zwei
Gebirgszügen, in welcher an der Westseite die Stadt Kwang-ning-hsien liegt. Auch in
dieser Bucht erheben sich einige sanftgerundete Höhen von 100 bis 300 Fuss, die vul-
canisch sind. Es herrscht ein lilafarbenes, feinkörniges Gestein, das porös und daher
von geringem specifischem Gewicht ist, und für praktische Zwecke neben leichter Bear-
beitung den Vortheil bietet, der Verwitterung gut zu widerstehen. Es dürfte ein schlamm-
artiges Auswurfsproduct sein. Eine der daraus bestehenden Anhöhen, der Hsiau-hĕi-shan,
Tempel. Die kleine schwarze Berg, erhebt sich unmittelbar an der Strasse und trägt einen
durchschrittene Land, und sie erhalt nun auch landschaftlich einen Hintergrund durch
das im Westen aufsteigende Gebirge Lü-shan oder J-wu-lu-shan, dessen höchste Gipfel
ich zu 3000 Fuss schätzte. Seine Richtung ist, soweit die Beobachtung ein Urtheil
zuliess, von SSW nach NNO. Es hat keinen mauerartigen Abfall, sondern ist in viele
Rücken gegliedert. Thäler greifen weit hinein und zertheilen das Gebirge in Gruppen.
Seine Formen sind bei der vollkommenen Baumlosigkeit des Gebirges klar erkennbar,
aber nicht hinreichend charakteristisch, um irgend ein bestimmtes Gestein mit Sicherheit
zu verrathen. Runde Umrisse wechseln mit schroffen, zackigen Gestalten. Was sich auf
der Höhenlinie am meisten markirt, sind nach Süden gerichtete Steilabstürze, die zum
Theil senkrecht sind. Sie erinnern an die Formen des Korea-Granites, herrschen aber
nur im südlichen Theil des Gebirges. Der nördliche trägt mehr den Charakter von Sedi-
mentformationen.

Diese Vermuthungen erhielten einigermassen Bestätigung durch die Beobachtungen
an der Strasse. Sedimentgebilde sah ich allerdings nur an der einzigen Stelle, in Ein-
merig-sandigen Schieferthone. Sie streichen N—S, fallen 40° O und lagern
schnitten des Bodens östlich von Ku-kia-tzŭ. Es sind die rothen Sinischen glim-
auf krystallinischen Schiefern. Alle Bäche aber, die die Strasse von hier an
überschreitet, bringen für Granit und Gneiss herab, und beide Gesteine dienen all-
gemein als Baumaterial. Bald steht auch der Gneiss an. Wie derjenige von Shantung,
streckt er SSO—NNW. Doch steht er nicht steil, wie dort, sondern bildet sehr flache
Wellen mit Winkeln von 12 bis 15°. Westlich von dem Marktflecken Lü-yang-yi sieht
man im Gebirge, das hier 800 bis 1000 Fuss über dem Thal erreicht, einen Sattel, dessen
Gestein man für Sedimentgebilde halten würde, wenn nicht die Form der Abstürze
den Gneiss verrithe Fig. 31. In der That erreicht man am Weg die Fortsetzung des
Sattels, 18 li von Lü-yang-yi, und erkennt die deutliche Schichtung. Hier ist das Gestein