National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books

> > > >
Color New!IIIF Color HighRes Gray HighRes PDF   Japanese English
0148 China : vol.2
China : vol.2 / Page 148 (Grayscale High Resolution Image)

New!Citation Information

doi: 10.20676/00000260
Citation Format: Chicago | APA | Harvard | IEEE

OCR Text

Ebene, mit verticaler krummschaliger Absonderung, in kleinem Maassstab das Profil des
Lu-shan wiederholend. Zahlreiche Gänge von Quarz und einem Feldspath-Quarz-Gemenge
setzen in dem zersetzten Granit an der Strasse auf; auch enthält derselbe eingeschlossene
Massen von rhomboëdrisch zerklüftendem Quarzit.
Bei Shï-san-shan »die dreizehn Hügel«¹) gabelt sich die von Peking kommende
Strasse, indem ein Zweig südöstlich nach Ying-tszé führt. Westlich von der Trennungs-
stelle überschreitet man den letzten granitischen Ausläufer des Lu-shan und erreicht bei
Tu-lau-pô-tien das Thal des Tu-Ling-hô²). Mehrere Ketten, welche dem Lu-shan parallel
gerichtet sind, werden sichtbar; die nächste, in 15 g. M. Entfernung, wiederholt seine
granitischen Formen.
In Tu-lau-pô-tien machte ich zum ersten Mal die praktische Erfahrung der Wirkungen,
welche in diesen aller Strauch- und Baum-Vegetation beraubten Gegenden die Regen-
güsse ausüben. Schnell, nutzlos und meist verheerend fliesst das Wasser von allen
geneigten Flächen ab, den Boden mit sich fortreissend, und überschwemmt die Niede-
rungen. Vom 28sten Juni Abends bis zum Nachmittag des 29sten regnete es. An diesem
Tag, und noch am 30sten war der sonst nicht bedeutende Tu-Ling-hô unpassirbar, und
noch am 1sten Juli, trotz des bedeutend reducirten Niveau's, so reissend, dass man nur
mit Gefahr die Fähre benutzen konnte. Das Wasser war eine braune lehmige Fluth.

Vom Tu-Ling-hô bis zum Mauerthor Shan-hai-kwan (1sten bis 9ten Juli).

Entfernungen in li:
Tu-Ling-hô — Kim-tzhôu-fu 40 — Kau-kiau-tshông 65 — Ning-yuên-tshôu 75 — Wang-
hai-tien 55 — Tüên-wôi 95 — Shan-hai-kwan 65. — Zusammen 395 li oder 118¹/₂ g. M.

Mit dem Tu-Ling-hô endigt die grosse Alluvialebene des Liau. Von hier bis jenseits
Shan-hai-kwan erstrecken sich die Gebirge bis unmittelbar an die Küste. Der geologische
Bau ist mannigfaltig, und die Formen der Gebirge im Norden des Weges laden zu