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0152 China : vol.2
中国 : vol.2
China : vol.2 / 152 ページ(白黒高解像度画像)

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doi: 10.20676/00000260
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brauner Grundmasse und Krystallen von fleischrothem Orthoklas und viel Quarz ist weitaus
vorwaltend. Es scheint, dass die auf der Admiralitätskarte als Table-mountain, Spur-
mountain und Mount Fisher von den Chinesen San-shan genannt bezeichneten Berge,
welche zu 2000 Fuss Höhe ansteigen, ganz aus Porphyr bestehen. Doch findet sich
auch Kohle im Gebirge, und zwar hinter jenen hohen Bergen. Die bekanntesten Orte sind
Wei-tszi-köu 100 li nördlich von Tsien-wei, und Shi-mönn-tsai. Der letztere liegt nord-
westlich von Shan-hai-kwan in der Provinz Tshili. Wir werden sogleich auf ihn zurück-
kommen. An beiden Stellen ist die Kohle Anthracit.
Bis Shan-hai-kwan hält das Granititerrain unverandert an. Unvollkommene schieferige
grüne Hornblendegesteine sind ihm fortdauernd zwischengeschaltet. Schliesslich
wird der Granit lamellar, aber ohne Gneisscharakter anzunehmen. Die Lagen sind
ungefähr horizontal, deuten aber nur eine schalige Absonderung an. Es treten hier auch
Gänge von rothbraunem Quarzporphyr mit rothem Orthoklas im Granit auf. Sie sind
von grünen Salländern begleitet. Sie allein werden nicht von Pegmatitgängen durchsetzt.
Im Granit sind die letzteren hier besonders häufig und zum Theil sehr massenhaft.

Das Kohlenfeld von Shi-mönn-tsai bei Shan-hai-kwan (9ten und 10ten Juli).

Shan-hai-kwan ist das wichtigste unter den östlichen Thoren der Grossen Mauer.
Eine befestigte Stadt dehnt sich hier zu beiden Seiten der letzteren aus. Sie führt den
Namen Lin-yu-hsien¹). Eine andere Stadt, Ning-hai, liegt 8 li südlich, an der Mauer,
und bald darauf endigt diese am Meer. Wir sind hier an der Grenze von Shöng-king
angelangt und hätten unsere Betrachtung abzuschliessen, wenn politische Grenzen aus-
schliesslich für dieselbe maassgebend wären. Allein der Gebirgsbau, wie wir ihn entlang
der Küstenstrasse kennen lernten, setzt noch weiter fort und erhält zum Theil erst durch
das Folgende Verständniss. Eine Art Abschluss, wenngleich noch immer willkürlich,
lässt sich erst bei Yung-ping-fu finden. Wir setzen daher unsere Wanderung bis dort-
hin fort.
Die Bedeutung der Lage des letzten Endes der Grossen Mauer und des befestigten
Thores in ihr wird klar, wenn man von dem letzten Hügel im Osten, der mit einer Art
Festung gekrönt ist, nach Westen blickt. Im Gegensatz zu dem einförmigen, fast nur
mit Viehweiden bedeckten Wellenlerrain, das bisher herrschte, sieht man hinab in ein
weites, scheinbar ebenes Land, das im Grün wohlbestellter Felder prangt. Ein enger
Durchgang trennt beide Gebiete. Denn zur Rechten erhebt sich als mächtiger Eckpfeiler
von China ein Ausläufer des nördlichen Gebirgslandes, der Kiau-shan, zu ungefähr
3500 Fuss Höhe. Er erscheint als ein einziger Berg, löst sich aber, wenn man ihm
entlang reist, in mehrere Stöcke auf. Der nördliche Theil besteht, nach Geschieben
und Formen zu urtheilen, aus Porphyr. Von der Westseite sieht man dort Felswände,
die in senkrechten Säulen zerklüftet sind, durch horizontal verlaufende schmale gras-
bedeckte Bänder von sanfter Böschung treppenartig angeordnet. Dies ist eine der Er-
scheinungsformen des Porphyrs; thurm- und obeliskenartige Felsen und hoch domförmige
Gestalten sind ihm ebenfalls eigen und fehlen auch hier nicht. Wenn noch ein Zweifel
an der Zusammensetzung des Gebirges aus diesem Gestein herrschen könnte, so wird er
gehoben, wenn man die erstaunliche Masse von Porphyr-Bruchstücken sieht, welche der
Shi-hö herabführt. Der südliche, Shan-hai-kwan zugewendete Theil des Berges aber
besteht aus Granit und krystallinischen Schiefern, welche auch, zusammen mit Kalkstein,
das vorherrschende Baumaterial in der Stadt bilden.
Folgt man der Strasse nach Peking, so erweist sich die Ebene, die man vorher zu
erblicken meinte, als eine Täuschung. Denn wenn auch die Thalböden breiter als zuvor
sind, so betritt man doch noch einmal eine flache Granitwelle. Ich verliess zunächst
die Strasse und wandte mich nordwestlich, einer weitberühmten Kohlen-Localität, Shi-
mönn-tsai, zu, die ungefähr 45 li von Shan-hai-kwan entfernt ist. Die Strasse ist ein
ausgefahrener Hohlweg im zersetzen Granit und führt quer über die harten Pegmatit-
gänge, die sich für die Wagen fürchterlich bemerkbar machen. Noch mehr ist dies in