National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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auf den chinesischen Dschunken eingesalzen. Macpherson erwähnt die fast unglaub-
lich klingende Thatsache, dass der einzige Ort Itun in Kirin jährlich gegen 60,000
Schweincheerden von 60 bis 90 Stück aussendet.
Im Anschluss an die Producte der Landwirthschaft müssen wir hier auch der
wilden Seide des Eichenspinners Erwähnung thun, da sie auf dem bäuer-
lichen Grundbesitz gewonnen wird. An der Südostküste fand sich weitläufige Pflan-
zungen der grossblättrigen Eichenarten, welche dafür verwendet werden. Die Seide
wird weniger geschätzt als die von Shantung, woran vielleicht das geringere Geschick
der Bewohner in ihrer Verarbeitung Schuld tragen mag. Der Industriezweig dürfte
indess von Werth für die Zukunft sein, da Klima und Boden der Hügellander sich
für den Anbau der Eichen eignen und eine bedeutende Erweiterung desselben
gestatten.
2. Natürliche Producte.
Wenn die durch die künstliche Bebauung des Bodens gewonnenen Erzeugnisse
die südliche Mantschurei im Gegensatz zu den meisten Provinzen China's als ein
armes Land erscheinen lassen, so wird der Reichthum durch die Verwerthung der
natürlichen Producte wenig gehoben.
Das Holz pflegt in erster Linie unter den Bodenerzeugnissen der Mantschurei
überhaupt genannt zu werden. Doch gilt dies weniger von der südlichen Provinz,
als vielmehr von den ausgebreiteten Urwäldern, welche die Landschaften am oberen
Sungari, an der Khurkha und dem Ussuri bedecken. Das eigentliche China ist
so arm an Bau- und Brennholz, dass hier jede Waldstrecke als ein Schatz zu
betrachten ist. Letzteres würde auch in den Nachbarländern für solche Gegenden
gelten, von denen das Holz leicht nach China gebracht werden könnte. In dieser
Lage befinden sich aber die Wälder von Kirin keineswegs. Sie haben in Hinsicht auf
Holznutzung nur einen örtlichen Werth, da die Flüsse nach Waldgegenden hin
strömen, und die weit entfernten Küsten nur auf Landwegen zu erreichen sind.
Das durch Baumwuchs viel weniger gesegnete Shöngking kann doch von den
unbedeutenden Beständen einen grösseren Vortheil ziehen, aber nur in dem geringen
Umfang derjenigen Zuflüsse des Liau, welche das Herabflössen des Holzes gestatten.
In den von mir berührten Gegenden fand dies nur am Tai-tzŏ statt. Für die
schönen urwüchsigen Bestände an den Zuflüssen des Yalu ist eine Gelegenheit zur
Verwerthung nicht vorhanden, da der Hauptstrom selbst durch Waldgebiete fliesst.
Eine Verbesserung ist für diese Gegenden nie zu erwarten, während vielleicht eine
Eisenbahn nach Kirin in späterer Zeit den dortigen Holzreichthum zu einer wich-
tigen Bezugsquelle für China machen wird.
Das berühmteste unter allen natürlichen Producten der Mantschurei ist die in
der chinesischen Medicin angewandte Wurzel Giuseng (eigentlich Joun-shong), von
deren hohem Werth uns die katholischen Missionare seit Jahrhunderten erzählt
haben. Einst soll Panax Ginseng, die Pflanze von der die Wurzel stammt, in den
Provinzen Fokien, Kiangnan und Shansi (besonders in dem Bezirk von Lü-ngan-fu)
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