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0203 China : vol.2
中国 : vol.2
China : vol.2 / 203 ページ(白黒高解像度画像)

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doi: 10.20676/00000260
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Stirn, das Herabhängen der Falte des oberen Augenlides ist bei ihnen viel markirter
als bei dem ersten Typus, die Statur ist kurz und breit, der Körperbau ungeschickt,
während Jener elegante Formen hat. Die beiden Typen fielen mir schon bei dem
ersten Blick auf, und der Eindruck erhielt sich fort, wenn ich nachher auch noch
einige Leute sah, die eine Zwischenstellung einnahmen.

Ta-ku-shan und der Ya-lu-kiang.

Unter den verschiedenen Handelsplätzen an der Südküste von Liautung hat
Ta-ku-shan schnell eine hervorragende Stellung eingenommen. Am Fuss des »Grossen
Waisenberges« (s. Fig. 14 auf S. 84) ist ein Städtchen herangewachsen, welches zwar
erst 40,000 Einwohner zählen soll, aber doch die Aufmerksamkeit europäischer Mächte
auf sich gezogen hat. Wiederholt ist es zum Zweck der Erkundung seiner Handels-
und Schiffahrts-Interessen von Ying-tsze aus besucht worden, und im Jahr 1875
wurde es von einem deutschen Kriegsschiff angelaufen¹. Der Ort liegt an der
Mündung des Ta-Yang-ho und ist der Ausgangspunkt einiger Strassen. Eine, die
wir bereits kennen, führt nach Südwesten die Küste entlang; ebenso haben wir
diejenige nach Kau-li-mönn beschrieben; eine dritte verbindet die Stadt mit Hsiu-
yen. Sie führt über Gebirge und ist beschwerlich. Von diesen Verkehrswegen
hat nur derjenige nach Kau-li-monn einige Bedeutung, da er die kürzeste Ver-
bindung zwischen diesem Ort und der Küste herstellt. Dies ist einer der Gesichts-
punkte, welche zu dem Gedanken geführt haben, Ta-ku-shan für den Fremdhandel
zu öffnen: man ging dabei von der Hoffnung aus, dass es gelingen würde, den
fremden Waaren vermehrten Eingang durch dieses Thor nach Korea zu verschaffen
und dieselben billiger zu liefern, als es von Ying-tsze aus geschehen kann.

Ein zweiter und wichtigerer Gesichtspunkt aber beruht darin, dass von Ta-
ku-shan directe Verbindungen mit Korea existiren. Zwar führt dorthin nicht
unmittelbar ein Landweg; denn der Ort liegt dicht an der Grenze der neutralen
Zone, welche sich bis zum Ya-lu-kiang ausdehnt. Dagegen besteht ein Schmugge-
handel mit diesem Strom zu Wasser, und er scheint auch nach anderen Theilen
der Küste stattzufinden. Da es nicht aussichtslos ist, den verbotenen Handel durch
Vertrag in einen rechtmässigen umzuwandeln, glaubte man in Ta-ku-shan den
ersten Angriffspunkt zu gewinnen, um Korea für europäische Erzeugnisse zu
erschliessen.

Leider steht der Erfüllung dieser Hoffnung die schlechte Beschaffenheit des
Hafens in so weit im Wege, als man für den Handel auf kleine Fahrzeuge angewiesen
sein würde. Die Küste bildet eine flache Bucht, die eine wenig geschützte Rhede
bietet, und in den Fluss können nur Schiffe von geringem Tiefgang einlaufen. Die