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0207 China : vol.2
China : vol.2 / Page 207 (Grayscale High Resolution Image)

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doi: 10.20676/00000260
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FÜNFTES CAPITEL.

DAS GEBIRGSLAND VON SHAN-TUNG.

———

Einleitung — Geologische Beobachtungen — Altersfolge der Formationen.

Shantung gehört zu den zugänglichsten und daher am meisten von Fremden
bereisten Provinzen von China. Denn im Westen wird es von der wichtigen Ver-
kehrsader des Grossen Canals durchschnitten, welcher in früherer Zeit der gebräuch-
liche Weg für die Reisen der europäischen Gesandtschaften nach Peking war;
etwas weiter östlich führt quer hindurch die Reichsstrasse, welche Peking und
Tien-tsin mit den Städten im Mündungsland des Yang-tszé, daher auch mit Shang-
hai, verbindet¹), und seit 1860 haben sich fremde Handelsfirmen, consularische
Vertreter und Missionare in dem vertragsmässig geöffneten Hafenplatz Tshifu, an
der nördlichen Küste von Shantung, niedergelassen²). Die Provinz besteht aus
einem ebenen Theil, welcher mit einer sehr gekrümmten äusseren Begrenzungslinie
aus der Grossen Ebene herausgeschnitten ist, und einem beinahe zusammenhängenden
Gebirgsland, das in dem 5000 Fuss hohen Tai-shan culminirt. Mit unruhigen, die
innere Gliederung verrathenden Umrissen unterbricht der nach Osten vorspringende
Theil der Küste die einfache Linie, in welcher nördlich vom Yang-tszé das Flachland
sich mit dem Gelben Meer berührt. Wie ein breiter Arm erstreckt sich das Gebirgs-
land in dieses hinein und weist auf den in ähnlicher Weise von der anderen Seite
entgegenkommenden Vorsprung von Liautung. Wäre das Gebirgsgerüst mit seiner