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0218 China : vol.2
中国 : vol.2
China : vol.2 / 218 ページ(白黒高解像度画像)

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doi: 10.20676/00000260
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an, dass er nach andauernden Regengüssen ein mächtiger, reissender Strom ist. Er hat
dann ungefähr die vierfache Breite und mag häufig die Ufer überschwemmen. Auf der Ebene
setzen sich die thonigen und glimmerigen Bestandtheile ab, während der Sand im Fluss-
bett bleibt. Die Uferlandschaften zeichnen sich durch ihren Baumreichthum aus, welcher
besonders von weitläufig angelegten Obstgärten herrührt.

Das Kohlenfeld von I-tshöu-fu 30sten März 1869.

Die erste Nachricht über das Vorkommen der Kohle bei I-tshöu-fu erhielt ich von
Rev. Al. Williamson. Doch wird dem Reisenden die Thatsache an Ort und Stelle
ebenso durch den Gebrauch dieses Brennmaterials als durch die grossen Transporte des-
selben vor Augen geführt, und die durch die abfallenden Stücke geschwärzten Wege
lassen die Gruben leicht finden. Die wichtigsten derselben liegen südwestlich von der Stadt.
Die Gegend von I-tshöu-fu ist flach. Im Südwesten wird sie von einigen breiten,
kaum in die Augen fallenden, ganz allmälig an 50 bis 150 Fuss über die Ebene anstei-
genden Anschwellungen durchzogen. Daraus erhebt sich 10 g. M. südlich von der
Stadt ein 500 Fuss hoher gerundeter Hügel, an welchem Kalk gebrannt werden soll.
Gegen NNW felsige Berge von gezackten Umrissen auf, und ein langer rund-
kuppiger Ausläufer derselben zieht fern hinweg nach Westen. Diese höheren Berge
bestehen aus älteren Formationen, wie sich aus dem Folgenden ergeben wird. Das
Kohlenfeld selbst liegt in dem flachewelligen Terrain.
Schon in der südlichen Vorstadt von I-tshöu-fu beginnt eine Anschwellung, die wol
150 Fuss hoch ist und nach Süden fortsetzt. Sie besteht zu oberst aus rothen, ver-
härteten, wulstig zerklüftenden, sehr eisenreichen Thonen. Darunter folgt eine 15 Fuss
dicke Kalksteinbank, dann fester rother Sandstein. Diesem ist Alluvium angelagert. Die
Schichten streichen N—S und fallen 15° O. Die Richtung und Neigungswinkel sich
gleich bleiben, so kommt man bei dem Wandern nach Westen mehr und mehr in liegende
Schichten. Zunächst überschreitet man eine 15 li breite Unterbrechung durch Alluvium,
dann folgt wieder eine leichte Anschwellung, auf welcher das kleine Dorf Hung-tu-
trorr¹) steht. Mit ihr beginnen die kohlenführenden Gebilde. Schon wo man von Allu-
vium aus den Fuss auf das erste anstehende Gestein setzt, ist das Vorhandensein eines
Flozes durch eine Reihe von Pingen bezeichnet. Die überwachsenen Halden sind niedrig,
da man wegen des Wassers nicht tief gehen konnte. Von nun an sind verlassene
Gruben eine häufige Erscheinung. Jede Reihe von ihnen bezeichnet ein Kohlenflöz, da
das Fallen, mit Ausnahme einer einzigen kurzen Faltung, stets östlich bleibt, und allein
der Neigungswinkel schwankt. Er beträgt 15 bis 30 Grad. Das Gestein ist stellenweise
verhüllt, und ich vermag daher nur einen lückenhaften Durchschnitt zu geben. Der Ueber-
sichtlichkeit wegen zähle ich die Schichten von unten nach oben, also von Westen nach
Osten auf. Das Profil bezieht sich nur auf den Zug von Hung-tu-trorr, östlich von dem
Fluss Su-ho.
a) Kalkstein, welcher nach Angabe der Grubenarbeiter das Liegende des Flözes
b) bildet. Unter ihm soll noch Kohle liegen, aber wegen des Wassers nicht
erreichbar sein.
b) Kohlenflöz, 3 bis 5 Fuss mächtig, jetzt im Abbau begriffen. Es fällt, gleich
dem ganzen Schichtensystem, 20° O.
c) Dunkle Kohlenschiefer.
d) Rothe thonige Schichten mit viel Rotheisenstein.
e) Kalkstein, 100 Fuss mächtig.
Unterbrechung durch Bodenbedeckung.
l) Stark bituminöser Kalkstein mit vielen Versteinerungen, besonders Spiriferen,
Fenestellen, Crinoïdenstielen und Zweischalern. Productus semireticulatus reicht
allein schon hin, um das Alter festzustellen.
m) Schwarze kalkige Schiefer. Darin alte Gruben.