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0219 China : vol.2
China : vol.2 / Page 219 (Grayscale High Resolution Image)

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doi: 10.20676/00000260
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n) Diorit, in nicht naher erkennbarer Verbindung.
Wiederum ist die Schichtfolge durch Ackerland unterbrochen. Darin treten einmal auf:
r) Braune und schwarze feinkörnige und feingeschichtete, glimmerige Sand-
steine.
Oestlich davon ist der Boden mit Stücken von Brauneisenstein besaet. Es folgt:
u) Weisser Letten. Ziemlich mächtig.
v) Schwärzlicher Kohlenschiefer, auf einer Reihe von alten Halden aus-
geworfen. Er ist voll von Pflanzenresten; doch liess sich wegen seines brockligen
Charakters nichts sammeln.
w) Nach einer Unterbrechung durch Ackerboden folgen rothe verhärtete Thon-
gesteine mit viel Rotheisenstein.
x) Kalkstein 30 Fuss.
y) Rothgelbe, feste, tuffartige Gesteine mit viel Rotheisenstein. Sie stehen
bei Hung-to-trerr an und veranlassen diesen Namen: 50 Fuss.
z) Fester, dickgeschichteter grauweisser Sandstein. Es sind nur 40 Fuss davon
sichtbar; aber doch fehlt es nicht an Spuren von altem Bergbau. Dann haben
wir den Ostrand erreicht, und es folgt angelagertes Alluvium.

Geht man von dem unter a genannten Kalkstein weiter nach Westen, so gelangt
man in ein Thal, welches von dem nach Süden gerichteten Su-hô durchströmt wird.
Darin liegt ein ansehnliches Dorf mit mehreren Eisenschmelzwerken. Westlich davon
erhebt sich eine zweite Anschwellung, welche etwas höher und breiter als die erste ist.
Auch in ihr fallen die Schichten unter einem Winkel von 30° nach Ost. In dem
Raum zwischen beiden Schwellungen ist an einer Stelle eine Fläche von einigen Morgen
von altem Kohlenbergbau geschwärzt, aber ohne anstehendes Gestein zu zeigen. Auch
an dem leichten Anstieg nach Westen lässt sich zunächst solches nicht wahrnehmen;
wohl aber erscheinen zahlreiche alte Halden, welche in mehreren Reihen angeordnet
sind. Das erste anstehende Gestein ist Kalkstein. Unter ihm liegen nahe zusammen
drei Flöze, auf denen jetzt ein lebhafter Abbau stattfindet. Der Ort ist 40 li von
I-tshôu-fu entfernt, und da ich zu Fuss war, konnte ich nicht weiter westlich gehen.

Ueberblickt man den hier leider nur unvollständig beschriebenen Durchschnitt, so
ist es klar, dass man es mit einem durch nicht geringe Anzahl von Flözen ausgezeich-
neten Kohlenfeld zu thun hat. Allerdings kann es, trotz des gleichförmigen Fallens
nach Osten, nicht als festgestellt gelten, dass nicht eine oder mehrere dem Streichen
parallel gerichtete Verwerfungen dieselbe Kalksteinbank mit den begleitenden Flözen
wiederholt an die Oberfläche bringen. Aber wahrscheinlich ist es nicht, und selbst
wenn es der Fall sein sollte, würde sich doch aus der Verschiedenheit des Hangend-
gesteins ergeben, dass mehrere Flöze vorhanden sind. Ein anderer bemerkenswerther
Umstand ist das Vorkommen von Kalkstein mit den marinen Versteinerungen des Kohlen-
kalkes als Einlagerung in den kohlenführenden Schichten. Wir werden derselben Erschei-
nung bei Po-shan-hsien, und später am Yang-tsê, begegnen. Auch fanden wir sie bereits
bei Wu-hô-shui¹) wiewohl nicht klar aufgeschlossen.

Das wichtigste Kohlenflöz unter denen, welche jetzt abgebaut werden, ist das unter
b) angegebene. Bei einer Mächtigkeit von 3 bis 5 Fuss liefert es eine sehr reine bitu-
minöse Kohle. Die Förderung geschieht durch eine grosse Anzahl von Saigerschachten,
die zur Tiefe von 30 bis 50 Fuss gesunken sind. Wasser und Kohle werden in Eimern
aus Kuhhaut vermittelst eines doppelt wirkenden Haspels heraufgezogen. Ein Eimer
geht herab, während der andere steigt. Der Haspel ist roh gezimmert, ganz ohne Ver-
wendung von Eisen, und es bedarf der Arbeit von fünf Mann, um ihn in Gang zu
halten. Der Wasserandrang ist beträchtlich, und man wagt nicht tiefer als 50 Fuss zu
gehen. Aus demselben Grund werden, wie der Werkführer einer der Gruben sagte,
einige unterhalb des liegenden Kalksteins (a) befindliche Flöze nicht abgebaut. Die
Arbeiter wohnen in zeltförmigen Hütten aus Rohr und Lehm. Gegen fünfhundert
von ihnen sammelten sich von den verschiedenen, nahe gelegenen Gruben um mich.
Ein beträchtlicher Vorrath von Kohle war, nach der Stückgrösse gesondert, auf grossen
Haufen aufgeschichtet. Die Staubkohle wird zu Coke verbrannt. Es wird zu diesem
Zweck ein Loch von 5 Fuss Durchmesser und 5 Fuss Tiefe gegraben, dessen Wände