National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
|
|
Color Thumbnail -
Table of Contents -
Page Number -
Biliographic Information (Metadata) -
Caption -
Color Image -
Gray HighRes. Image -
Facing Pages -
Graphics -
Citation Information
OCR Text
Bei To-tshwang liegen dem Kalkstein grüne Gesteine von Tuffcharakter
auf, welche Einschlüsse eines porphyrischen Diorites mit Hornblendekrystallen enthalten.
Es scheint eine locale Auflagerung zu sein; denn zur Rechten des Weges erheben sich
daraus einige kegelförmige, castellartig gekrönte Hügel, welche aus Kalkstein mit Zwischen-
schichten weicher, rother und gelber Gesteine bestehen. Während nun die Strasse für
eine grössere Strecke im alluvialen Thalboden führt, treten zur Linken hinter den Sinischen
Vorhügeln, deren Gesteinscharakter in den Geröllen der Bäche deutlich erkennbar ist, die
imposanten, ungemein wilden und rauhen Formen der Gneisskettte des Kin-nu-shan durch
jede Lücke hervor.
Bei der Stadt Mong-yin-hsien¹) ändern sich die Verhältnisse. Die Sinischen Schich-
ten im Süden zeigen eine gebrochene Lagerung, indem sie auf der Höhe der Hügel
horizontal liegen und dann unter 60 Grad nach dem Thal einfallen. Das lange, all-
mälig sich herabziehende Gehänge der nördlichen Thalwand aber besteht aus grobkör-
nigen, mürben Tuffsandsteinen von grünen und grauen Farben. Ihre Streichrichtung
weicht ungefähr 25° von der der Sinischen Schichten ab, indem sie von N 35°W nach
S 35°O gerichtet sind und nach O 35°N unter einem Winkel von 35°, später von 20°
fallen. Die Strasse kreuzt dieses Schichtensystem in einer Mächtigkeit von ungefähr
3000 Fuss. Es besteht der Reihe nach von unten nach oben aus:
1) Grünen und grauen Sandsteinen, ungefähr 1200 Fuss.
2) Grünen Conglomeraten. Dieselben sind zu unterst voll von halbgerollten
Bruchstücken von Kalkstein und krystallinischen Schiefern. Die Bruchstücke sind
faustgross und grösser. Höher hinauf gesellt sich dazu Porphyrit in gerundeten
Einschlüssen. Er wird häufiger und herrscht zuletzt allein. Es sind Varietäten
von allen Farben, mit deutlichen Feldspathkrystallen, ohne Quarz, meist reich
an Hornblende. Besondere Beachtung verdienen Bruchstücke von Gesteinen, welche
glasigen Feldspath und Hornblendenadeln enthalten und sich von Trachyt kaum
unterscheiden lassen.
3) Grauen und grünen Sandsteinen.
Mehr als 30 g. M. von To-tshwang aus gerechnet geht es über diesen Schichtencom-
plex fort. Die Landschaft ist, so weit er reicht, überaus öde. Der Boden ist völlig
nackt und besteht aus langgezogenen Wellen, welche der Richtung der Schichten folgen
und diese deutlich erkennen lassen. Es ist, als ob jede Spur der gewiss nicht unfrucht-
baren Verwitterungsproducte hinweggespült wäre. Der höchste Punkt, welchen die Strasse
auf dieser Formation erreicht, führt den Namen Pih-ma-kwan »Zollpass am weissen
Ross«). Hier scheiden sich die Wasser, und wir gelangen in das Becken des Hsiau-
Wonn-hô oder kleinen Wönn-Flusses. Bald darauf verlassen wir die Tuffsandsteine; aber
man sieht sie auf die südwestliche Thalseite hinüberziehen, wo sie weiterhin die Vor-
hügel bilden.
Dreissig li vor der Stadt Hsin-tai-hsien verschwinden die Tuffsandsteine unter einer
sehr merkwürdigen Formation. Der Boden ist braunroth gefärbt und dicht besäet mit
Rollstücken verschiedener Gesteine, unter denen Kalkstein vorherrscht. Bald sieht man
die festcementirten Schotterbanke anstehen, aus denen sie stammen. Dieses
Conglomerat ist so fest, dass es allgemein als Baumaterial verwendet wird. Die Land-
schaft ist noch öde als vorher; ihre Armuth wird durch die zahlreichen Bettler bezeich-
net, die an den Reisenden drängen. Man kann unterscheiden:
1) Schotter, vorwaltend bestehend aus festem Sandstein, kieseligem Gesteinen der
krystallinischen Schiefer und Sinischem Kalkstein.
2) Schotter, in dem Kalkstein fast allein herrscht.
3) Rothe, graue und weisse Thone und Mergel, voll von unregelmässigen Concre-
tionen, manchmal nur ein Agglomerat der letzteren bildend.
4) Graue thonige Sandsteine.
Dies ist zwar die allgemeine Folge; doch wiederholen sich die Schotterbanke auch in
den oberen Theilen. Die Mächtigkeit der Formation bei Hsin-tai beträgt mindestens
1000 Fuss. Das Streichen ist SW—NO, das Fallen 12° NW. Die Schichten sind daher
1
.
.
.
.
|
.
.
.
.
14
.
.
.
.
|
.
.
.
.
24
.
.
.
.
|
.
.
.
.
34
.
.
.
.
|
.
.
.
.
44
.
.
.
.
|
.
.
.
.
54
.
.
.
.
|
.
.
.
.
64
.
.
.
.
|
.
.
.
.
74
.
.
.
.
|
.
.
.
.
85
.
.
.
.
|
.
.
.
.
95
.
.
.
.
|
.
.
.
.
105
.
.
.
.
|
.
.
.
.
115
.
.
.
.
|
.
.
.
.
125
.
.
.
.
|
.
.
.
.
135
.
.
.
.
|
.
.
.
.
146
.
.
.
.
|
.
.
.
.
156
.
.
.
.
|
.
.
.
.
166
.
.
.
.
|
.
.
.
.
176
.
.
.
.
|
.
.
.
.
186
.
.
.
.
|
.
.
.
.
196
.
.
.
.
|
.
.
.
.
207
.
.
.
.
|
.
.
.
.
217
.
.
.
.
|
223
224
225
226
227
.
.
.
.
|
.
.
.
.
237
.
.
.
.
|
.
.
.
.
247
.
.
.
.
|
.
.
.
.
257
.
.
.
.
|
.
.
.
.
267
.
.
.
.
|
.
.
.
.
277
.
.
.
.
|
.
.
.
.
287
.
.
.
.
|
.
.
.
.
297
.
.
.
.
|
.
.
.
.
307
.
.
.
.
|
.
.
.
.
317
.
.
.
.
|
.
.
.
.
327
.
.
.
.
|
.
.
.
.
337
.
.
.
.
|
.
.
.
.
348
.
.
.
.
|
.
.
.
.
358
.
.
.
.
|
.
.
.
.
368
.
.
.
.
|
.
.
.
.
378
.
.
.
.
|
.
.
.
.
388
.
.
.
.
|
.
.
.
.
398
.
.
.
.
|
.
.
.
.
408
.
.
.
.
|
.
.
.
.
418
.
.
.
.
|
.
.
.
.
429
.
.
.
.
|
.
.
.
.
439
.
.
.
.
|
.
.
.
.
449
.
.
.
.
|
.
.
.
.
459
.
.
.
.
|
.
.
.
.
469
.
.
.
.
|
.
.
.
.
479
.
.
.
.
|
.
.
.
.
489
.
.
.
.
|
.
.
.
.
499
.
.
.
.
|
.
.
.
.
509
.
.
.
.
|
.
.
.
.
519
.
.
.
.
|
.
.
.
.
529
.
.
.
.
|
.
.
.
.
539
.
.
.
.
|
.
.
.
.
550
.
.
.
.
|
.
.
.
.
560
.
.
.
.
|
.
.
.
.
570
.
.
.
.
|
.
.
.
.
581
.
.
.
.
|
.
.
.
.
591
.
.
.
.
|
.
.
.
.
601
.
.
.
.
|
.
.
.
.
611
.
.
.
.
|
.
.
.
.
622
.
.
.
.
|
.
.
.
.
632
.
.
.
.
|
.
.
.
.
642
.
.
.
.
|
.
.
.
.
652
.
.
.
.
|
.
.
.
.
662
.
.
.
.
|
.
.
.
.
672
.
.
.
.
|
.
.
.
.
682
.
.
.
.
|
.
.
.
.
692
.
.
.
.
|
.
.
.
.
702
.
.
.
.
|
.
.
.
.
712
.
.
.
.
|
.
.
.
.
722
.
.
.
.
|
.
.
.
.
732
.
.
.
.
|
.
.
.
.
742
.
.
.
.
|
.
.
.
.
752
.
.
.
.
|
.
.
.
.
762
.
.
.
.
|
.
.
.
.
772
.
.
.
.
|
.
.
.
.
782
.
.
.
.
|
.
.
.
.
792
.
.
.
.
|
.
.
.
.
803
.
.
.
.
|
.
.
.
.
813
.
.
.
.
|
.
.
.
.
823
.
.
.
.
|
.
.
.
.
834
.
.
.
.
|
.
.
846
Copyright (C) 2003-2019
National Institute of Informatics
and
The Toyo Bunko. All Rights Reserved.