National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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dolomitische Kalke in dünnen Schichten, die oft schieferig sind und mit krystal-
linischem Dolomit und Rauchwacke wechseln; ferner bläuliche Mergel. Die
Formation schliesst nach oben mit braunen zerfressenen Dolomiten. In der ganzen
Schichtfolge fand ich keine Versteinerungen, und als ein negatives Merkmal,
gegenüber ähnlich gelagerten Kalken in anderen Gegenden, ist das Fehlen von
Feuerstein oder Hornstein zu bezeichnen. Die Mächtigkeit, in welcher die For-
mation aufgeschlossen ist, beträgt gegen 600 Fuss. Es folgen in einem nicht
deutlich erkennbaren Verhältniss, aber anscheinend gleichförmig aufgelagert:
2) Eine Reihe von Gebilden, welche mit bunten Thonen beginnen. Diese sind
zum Theil schieferig, zum Theil ohne erkennbare Structur, und füllen Uneben-
heiten des zerfressenen Dolomites aus. Sie geben Anlass zu einer sehr bedeu-
tenden Thonwaarenfabrication. Das geeignete Material findet sich nur an gewissen
Stellen und wird durch Schächte gewonnen. Darüber lagert ein Wechsel von
groben, gelbgrauen, sehr mürben Sandsteinen, gelben und grauen Schiefer-
thonen, Knollenmergeln u. s. w., und dazwischen liegen einzelne Schichten
eines schwarzbraunen, etwas thonigen, bituminösen Kalkes. Letztere
beginnen ungefähr 300 Fuss über dem Kalkstein 1) und sind die Fundstätte der
Versteinerungen. Darüber setzen die Sandsteine noch weithin fort. In einiger
Entfernung gegen Nordosten glaubte ich, als ich Po-shan verliess, eine Reihe
alter Halden zu sehen. Activer Bergbau wird jetzt noch westlich von der Stadt,
am linken Thalgehänge, in der Fortsetzung dieses Schichtensystems getrieben.
Bergbau im Westen der Stadt. — Zwei g. M. im Westen ist ein noch zu
beschreibender Steilabfall. Das Land bis dorthin ist von einer 120 Fuss mächtigen Ab-
lagerung von Löss und Schutt bedeckt. Aber die tiefen und breiten Bachbetten decken
das Grundgebirge auf. Es besteht aus den Sandsteinen, schwarzen Knollenmergeln und
Schieferthonen von 2). Dieselben streichen NNO und fallen 3 bis 4° WNW. Dicht an
der steilen Thalwand wird ein Flöz abgebaut, das unter einer Sandsteinschicht liegt, von
18 Zoll bis 4 Fuss mächtig sein soll, und eine stark glänzende bituminöse Kohle von
geringer Qualität liefert. Sie ist leicht und mürbe, und hat muschligen Bruch. Die
Schächte haben eine Tiefe von 60 bis 180 Fuss, je nachdem sie in der Sohle eines
kleinen Einschnittes oder auf der Höhe des Löss angesetzt sind. Der Preis der Kohle
ist gering, nur 240 tsien für einen kwang oder Korb von 300 kin.
Kohlenrevier des Hti-shan. — Die Lage dieses Berges haben wir oben
beschrieben. Seine Höhe ist ziemlich genau 1000 Fuss über Po-shan. Der Südabhang
ist steil; nach den anderen Seiten sind die Abfälle sanft und langezogen; nach Nord-
osten gehen sie nur bis zu einer ebenen Einsattelung herab, die 620 Fuss über Po-shan
liegt, und in deren Nähe die grossen Töpfereien von Az-do-nase sich befinden. Die
Seiten des kahlen Berges sind von Schluchten und Wasserrissen durchfurcht, in welchen
zahlreiche alte Halden den Umfang des geschehenen Abbaues anzeigen. Gegenwärtig
stehen nur wenige Gruben in Betrieb, und dies mag zu jeder einzelnen Zeit der Fall
gewesen sein, da sonst der bestimmt vorgezeichnete Markt überfüllt werden würde. Das
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