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0242 China : vol.2
中国 : vol.2
China : vol.2 / 242 ページ(白黒高解像度画像)

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doi: 10.20676/00000260
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OCR読み取り結果

findet. Er wird an der Luft oxydirt und ausgelaugt; die Lauge
concentrirt man in grossen Töpfen durch Abdampfen. Der
durch Auskrystallisiren in Gestalt von Küchen gewonnene Eisen-
vitriol wird zu Eisenoxyd verbrannt, das in der Malerei und
Töpferei Verwendung findet. Alles geschieht an freier Luft, in
sehr primitiver und schmutziger Weise. Die Werkstätten befinden
sich mitten zwischen Wohnhäusern. Die Glasfabriken und
die Kunstschleifereien für Glas werden nicht gern gezeigt, und
ich bekam sie nicht zu sehen. Gegen 500 Arbeiter sollen bei
diesen Gewerben beschäftigt sein.

Von Po-shan-hsien nach Wei-hsien
vom 19ten bis 21sten April.

Entfernungen in li:
Po-shan-hsien — Tshi-tshwan-hsien 45; — Tshang-tin 45.
— Ling-tin 60; — La-lin-tšu 50; — Tshang-li-hsin 60.
— Wei-hsien 45¹. — Zusammen 305 li oder 76 g. M.

Fortsetzung der Steinkohlenformation im Hsiau-
fu-Thal. — Meinen Plan, auf einem südlichen Umweg durch
das Gebirge nach Wei-hsien zu gehen, konnte ich zu Wagen
nicht ausführen, und ich war wieder auf die grosse Strasse
angewiesen. Ich erreichte sie bei Tshang-tin und hatte bis
dorthin dem Thal des Hsiau-fu abwärts zu folgen. Wenn man
von Po-shan am rechten Thalgehänge nördlich geht, kommt man,
da das Schichtenstreichen WSW—ONO und das Fallen NNW ist,
immer weiter in das Hangende der Kalke des Po-shan-miau,
das im Wesentlichen aus Sandsteinen besteht, und erreicht den
Fuss von zwei gerundeten Bergen, welche steil nach Südosten,
sanft nach Nordwesten abfallen und auffällige Landmarken der
Gegend bieten. Sie stellen einen höheren Theil derselben
Schichtfolge dar. Eine mächtige Platte bildet den langgezogenen Nordwestabhang beider. Vermuthlich ist sie ein fester
Sandstein, der die darunter liegenden Schichten vor Zerstörung
schützte, und sie dürfte der ähnlichen Deckplatte des Hei-shan
entsprechen. An den Gehängen unter ihr glaubte ich alte
Halden zu erkennen. Wenn dies in der That die Wiederholung
der Schichten des Hei-shan sein sollte, so dürfte der Kohlen-
bergbau eine grössere Zukunft haben, als sich von jenem Berg
allein prognosticiren lässt; denn hier sind die Verhältnisse für
den chinesischen Bergbau nicht günstig gewesen, und daher
mag er schon seit langer Zeit aufgegeben worden sein. Es
wird nun auch, wenn wir das Profil nach Nordwest verlängern,
die stratigraphische Stellung der Sandsteine in den Hügeln westlich
von Tshi-tshwan (S. 201) klar. Sie bezeichnen ein höheres Glied
in ihrem unteren Theil kohlenführenden Sandsteinformation.
Rothe Färbung gesellt sich dort zu der grünen. Die Karte zeigt,
wie der Kalksteinriegel von Po-shan sich im Bogen nach Norden
zieht, so dass er bei Tshi-tshwan-hsien an den Thalbach heran-
tritt. Etwas weiter nördlich erhebt sich zur Rechten der Hung-
shan, oder rothe Berg, 500 Fuss über das Thal. An den