国立情報学研究所 - ディジタル・シルクロード・プロジェクト
『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ
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| 0246 |
China : vol.2 |
| 中国 : vol.2 |
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OCR読み取り結果
Zuweilen häufen sie sich so, dass sie zu einem festen
Gestein zusammengesintert sind. Unter dem Löss aber
kommt das Gestein des Rückens stellenweise zu Tage.
Erst ist es noch Granit mit NNW streichendem
Gneiss; darauf folgen porphyrische Gesteine mit
Conglomeraten und Tuffen, dann rothe Sandsteine.
Einige vulcanische Kuppen ragen darüber hervor.
Von dem Dorf Ki-yün nach Osten wurden die Auf-
schlüsse sehr klar. Dort liegen zunächst unter dem
Löss zahlreiche halbgerollte Quarrstücke auf der Ober-
fläche von Basaltconglomerat. Unter diesem lagern
an vielen Stellen blaue Letten und Sand, und, als
tiefstes Gebilde, trachytische Gesteine in einer
grossen Zahl von Abänderungen. Es sind zum Theil
anstehende Eruptivmassen, zum Theil Conglomerate.
Nur echte Trachyte kommen vor, weder Rhyolith noch
Andesit. Zu beachten ist, dass der Basalt jünger ist.
Die Conglomerate zeigen eine wahre Musterkarte von
Trachytvarietäten. Möglich ist es, dass ihnen auch
die vorerwähnten porphyrischen Gesteine angehören.
Die nebenstehende Skizze stellt die angedeuteten
Verhältnisse oberflächlich dar. In hypothetischer Weise
ist die Kohlenformation als Liegendes hinzugefügt. Es ist
klar, dass man es hier mit einem petrographisch reich
entwickelten, grossentheils abgetragenen und nur noch
in geringem Verhältniss an die Oberfläche kommenden
vulcanischen Terrain zu thun hat. Von ihm steigt man
herab nach dem breiten Sandbett des Wei-hô, und
nun ändert sich die ganze Landschaft.
Ueberblicken wir noch einmal das Kohlenfeld von
Wei-hsien, so ist es klar, dass die bisherigen durch
Bergbau erreichten Aufschlüsse nur eine Ahnung von
dem wahrscheinlich bedeutenden Schatz geben, den die
Provinz Shantung hier besitzt. Nur bei I-tshóu-fu ist
eine nahezu grosse Zahl von Kohlenflözen vorhanden; aber sie liegen bei Wei-hsien viel dichter zusammen und lassen die Möglichkeit einer noch grösseren
Entwickelung nach dem Hangenden offen. Bei keinem
anderen Kohlenfeld ist ein Bohrloch so leicht richtig
anzusetzen und gewährt gleich gute Aussicht auf baldige
Aufschlüsse. Allerdings ist dasjenige von I-tshóu-fu
ausgedehnter und hat zugleich eine besondere Wichtig-
keit durch seine Eisenerze; aber dieser Vortheil wird
bei dem hiesigen durch die Nähe des Seehafens von
Kiau-tshóu aufgewogen, auf den ich unten ausführlicher
zurückkomme.
Vom Wei-hô nach Tshifu [vom 23. bis 28. April.
Entfernungen in li von Wei-hsien aus:
Wei-hsien — Mo-yi 40; — Ki-yün 40; — Flussbett des
Wei-hô 30; — Hsin-hô-hsien 60 (von Wei-hsien nach
Hsin-hô-hsien direct auf der grossen Strasse 100 li); —
Hui-fsu 30; — Sha-hô-tshönn 25; — Lai-tshóu-fu 60; — Tshu-hsin-tshönn 60; — Hwang-
shan-kwan 60; — Hwang-hsien 60; — Ya-hia-kwan 40; — Tu-hsin-thin 25; — Ku-hsien 60;
— Kawryn 15; — Fu-shan-hsien 10; — Yin-tai (oder Tshifu) 30. Zusammen, mit dem
Umweg, 635 li oder 159 g. M.; auf directer Strasse 565 li oder 141 g. M.
Contrast des Gebirgsbaues zu beiden Seiten des Wei-hô. — Von dem
Rand der Löss- und Tuff-Terrasse, welche gegen den Wei-hô abfällt, eröffnet sich ein schöner
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