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0251 China : vol.2
中国 : vol.2
China : vol.2 / 251 ページ(白黒高解像度画像)

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doi: 10.20676/00000260
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OCR読み取り結果

der Quarz ist körnig und von bläulicher Farbe, selten weiss oder röthlich. Die
Oberfläche in dem Verbreitungsgebiet dieser Gesteine ist sanft wellig, überall mit
Ackerkrume bedeckt und angebaut. Dennoch zeigt jeder kleine Graben das Gestein.
Das nordwestliche Fallen setzt fort bis zum Dorf Wu-shi-li-pu (50 li-Station, wo man
ein breites sandiges Thal überschreitet. Jenseits beginnen sofort wieder
4 dieselben kalkhaltigen metamorphischen Gesteine, aber jetzt mit süd-
östlichem Fallen, so dass sie sich anscheinend mit den vorigen zu einer Mulde
ergänzen. Hier beginnt jedoch die Reihe mit Glimmerschiefer, so dass vielleicht
die Schichtenfolge umgekehrt ist. Dann folgen kalkige Schiefer, wechselnd mit
Glimmerschiefer und Strahlsteinschiefer; letzterer ist besonders charakteristisch
und stets kalkhaltig. Bis hieher sind die Schichten wellig gebogen, mit vor-
herrschendem SO Fallen; dann wird letzteres regelmässiger. Unreine Kalksteine
in dünner Schichtung nehmen nun zu. Durch 10 li überschreitet man nur die
verschiedenen Abänderungen dieser Gesteine. Es folgen:
5) Eruptivgesteine, und zwar hornblendehaltige massige Grünsteine, die als Diorit
bezeichnet werden können. Das Gefüge wechselt von grobkörnigem, durch fein-
körniges bis zum aphanitischen. Wo das Gestein beginnt, betritt die Strasse eine
80 Fuss breite, von 20 bis 30 Fuss hohen Seitenwänden eingeschlossene Aus-
furchung, in der ein kleiner Bach hinabrinnt. Es ist an den Wänden für die
Strecke von ungefähr 1500 Fuss am Wege klar aufgeschlossen. Darauf kommt
gelblichweisser Quarzporphyr wie bei Tsi-shi-li-pu, und dann wieder Grün-
stein. Nach dieser Unterbrechung folgt abermals:
4) Sehr grobkörniger wohlgeschichteter krystallinischer Kalkstein, meist
sehr dünnschichtig, mit NO—SW Streichen und 45° SO Fallen. Er ist von
Grünsteingängen quer gegen die Streichrichtung durchschnitten. Trotz einiger
Störungen muss er wol an 3000 Fuss Mächtigkeit haben. Die Strasse führt uns
noch immer in der Runse, deren Wände die deutlichsten Aufschlüsse gewähren.
Wo man sie verlässt, um gegen San-shi-li-pu hinaufzusteigen, werden glimmerige
und quarzige Gesteine herrschend; sie enthalten untergeordnet unreine dünne
Kalkschichten.¹ Die Gesteine scheinen dieselben zu sein, mit denen 4) im Lie-
genden zuerst begann. Das Dorf San-shi-li-pu liegt auf einer Anhöhe. Ehe man
hinkommt, beginnt
6) eine Decke von Basalt mit Olivin und basaltischer Hornblende. Er ist tafel-
förmig abgesondert und verwittert kugelig. Man sieht die Reste einer einst
wahrscheinlich continuirlichen Decke im Westen und Norden. Ueberall ist sie
von Wasserrissen und Flussthälern durchschnitten. Der Basalt wird steinbruch-
artig als Baustein gewonnen. Alle Dörfer sind daraus gebaut, und er wird zu
Mühlsteinen, Brücken u. s. w. verwendet. Darunter setzt
4) der liegenste Theil der kalkhaltigen metamorphischen Reihe noch
immer fort, das NO—SW Streichen und südöstliche Fallen bewahrend; so z. B. bei
Orr-shi-wu-li-pu (25 li-Dorf), wo ein sandiges Thalbett verquert wird. Endlich
kommt man zurück zu
1) derselben Formation, welche die Hügel bei Tshifu bildet. Es sind Glimmer-
schiefer. Einlagerungen eines grobkörnigen Gesteins von Quarz und weissem
Glimmer mit wenigen grossen Krystallen von weissem Orthoklas und etwas Tur-
malin sind äusserst charakteristisch. Auch bei Tshifu kommen sie vor. Wie
dort, so herrscht auch hier NW—SO Streichen, aber, umgekehrt als früher,
nordöstliches Fallen.
Auf diesen Gesteinen liegt Töng-tshin-fu. Sie setzen westlich davon, theils noch von
Basalt bedeckt, bis zum Meer fort. In ihnen ist die Stelle, wo die Kohle vorkommen
sollte. Letztere reducirte sich auf schwarze Manganfärbung in einer alten Schotterbank¹).
Hiermit endet das Profil der alten Formationen, welches einen wesentlichen Anhalt
zur Beurtheilung mancher im Vorigen beschriebener Verhältnisse bietet. Die geologische