National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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Granat, besonders in den Felsen bei Tshifu, eine hervorragende Rolle;
auch Eisenglanz kommt vor.
B. Kalkhaltige metamorphische Gruppe.
3. Krystallinische Schiefer und Kalksteine. Auch diese Gesteine
wurden mir hauptsächlich aus dem östlichen Shantung bekannt. Ihre voll-
kommenste Entwickelung fand ich zwischen Tshifu und Tong-tshön-fu, wo sie
in einer Mächtigkeit von vielen tausend Fuss eine grosse Mulde, mit dem Dorf
Wu-shü-li-pu als Mittelpunkt, ausfüllen (s. Fig. 49). Krystallinischer Kalkstein
zeichnet die Formation aus, welche sich ausserdem von den vorigen durch
ihre ganz abweichende Streichrichtung, nämlich SW—NO, unterscheidet. In
dem tieferen Theil herrscht Glimmerschiefer. Es scheint, dass er nach oben
mehr und mehr in Wechsellagerung mit krystallinischem Kalkstein tritt. Dieser
bildet für sich allein mächtige Massen und scheint die obersten noch vorhan-
denen Theil der Formation am King-sun-shan (Fig. 51) allein zusammenzusetzen.
Hier führt er Einschlüsse von Eisenerz, vielleicht auch etwas Bleiglanz. Tiefer
hinab sind die Kalke in manchen Theilen dünnschichtig und durch die Bei-
mengung von Hornblende, stellenweise in Gestalt von Strahlstein, verunreinigt.
Dieselbe Formation tritt noch einmal weiter westlich, bei Lai-tshön-fu (S. 214),
auf und bildet auch hier eine von SW nach NO streichende Zone. Sie ist durch
das massenhafte Vorkommen von Talk und Steatit im Kalkstein ausgezeichnet.
Unbestimmt müssen wir es lassen, ob hierher auch die isolirten Vor-
kommen von krystallinischem Kalkstein gehören, welche, von Grünsteingängen
durchsetzt und in Verbindung mit reichen Eisenerzen, besonders Magnet-
eisenstein, an mehreren Stellen längs dem nördlichen Gebirgsrand im Osten
und Westen von Tsi-nan-fu (S. 199) vorkommen. Die genannte Paragenesis ist
sonst nur für die Kalksteine des King-sun-shan charakteristisch. Wäre sie nicht
vorhanden, so würde man glauben, Sinische, im Contact mit Diorit veränderte
Kalke vor sich zu haben.
4. Quarzite des Tshang-shan (bei Tschang-kin-hsien, s. oben S. 201). Diese
mächtige Formation, welche einen ganzen Gebirgsstock für sich allein zu-
sammenzusetzen scheint, nimmt eine besondere Stellung ein. Soweit ich sie
kennen lernte, besteht sie aus Quarziten und verhärteten Sandsteinen, die
von Diorit durchsetzt werden. Die starke Faltung der Schichten, mitten in
einer Gegend wo die Gebilde der Sinischen Reihe beinahe söhlig lagern, ist
hinreichender Beweis, dass sie diesen nicht angehört, sondern älter ist.
Andererseits finden sich in den unter 3 angeführten Schichten keine Quarzite
von ähnlicher Mächtigkeit.
Einen Anhalt für die relative Altersbestimmung gibt der Vergleich mit
der Formationsfolge in Liautung. Dort hatten wir über den kalkfreien
krystallinischen Schiefern die Takushan-Schichten¹), welche aus Thon-
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