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0259 China : vol.2
China : vol.2 / Page 259 (Grayscale High Resolution Image)

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doi: 10.20676/00000260
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Der Ort des Vorkommens liegt demjenigen von Liautung gerade gegenüber.
Man ist versucht, die massigen Quarzabsätze mit den vorhergegangenen gewal-
tigen Granitporphyr-Ausbrüchen in Zusammenhang zu bringen. Wie die letz-
teren, so sind mir auch die Riffquarze von anderen Theilen China's aus dieser
Periode nicht bekannt.
Während wir weiter südlich rothe Sandsteine als den untersten Theil der For-
mation in grosser Mächtigkeit wieder antreffen werden, scheinen sie im westlichen
Shantung entlang unserem Reiseweg zu fehlen. Die tiefsten Gebilde der Sinischen
Reihe fanden wir hier am Tung-Wonn-hô und am Berg Hwang-ku-pi-tsze S. 187
bis S. 190. Sie gehören zu unserer
b) Mittel-Sinischen Abtheilung, welche im Allgemeinen einen Wechsel
starkkieseliger Kalke von sehr verschiedener Beschaffenheit mit rothen Schiefer-
thonen und untergeordneten Sandsteinen in sich begreift. Ihr gehören die
Gruppen 8 bis 11 in dem Profil von Yung-ti-tien Fig. 11, S. 80 an. Ist
nun auch an den genannten Orten in Shantung das Vorkommen von Kalken im
Verhältniss zu der ausserordentlichen Entwickelung der Schiefer so zurücktretend,
dass man meinen könnte, nur eine abweichende petrographische Facies der
Yungning-Sandsteine vor sich zu haben; so sprechen doch mehrere Gründe
dafür, dass sie einem höheren Niveau als diese angehören. Da sich erst
später Gelegenheit bieten wird, zu erörtern, in welchem Maass die mächtigen Ein-
lagerungen rother Schieferthone gerade für die mittlere Abtheilung der Sinischen
Formation charakteristisch sind, so beziehe ich mich hier nur auf das eine
Argument, dass die Formation an den beiden genannten Orten mit eben-
flächigen, plattigen Kieselkalken beginnt, wie sie in Liautung erst hoch über
dem tiefsten Sinischen Horizont vorkommen. Sie gleichen denselben genau,
selbst bis auf die Einmengung kleiner Eisenkieskügelchen; und so wenig
Gewicht sonst auf solche petrographische Merkmale in weit von einander
entfernten Gegenden zu legen ist, dürfen wir es bei zwei Nachbarprovinzen
in China berücksichtigen, wenn die unvollkommene Sicherheit der Identificirung
auf Grund absoluter petrographischer Aehnlichkeit durch die Analogie des
stratigraphischen Verhältnisses zu einem gegebenen Horizont, in diesem Fall
den globulitischen Kalken, sich beinahe in Gewissheit verwandelt. Am
Hwang-ku-pi-tsze hatten wir über dem Gneiss: 1. Quarzsandsteine 50';
2. plattige oder schieferige Kieselkalke 150'; 3. rothgelbe feste Sandsteine
120'. Am Tung-Wonn-hô sind die Schichten 1 bis 8 als Wiederholungen der
darauf folgenden zu betrachten. Die eigentliche Reihe beginnt dort mit 10 der
auf S. 182 gebrauchten Zahlen. Es liegen mithin über dem Gneiss: 1) dünn-
plattige Kieselkalke 300'; 2) feste röthliche und gelbliche Sandsteine 400';
3) weiche, hochrothe zerbröckelnde Schieferthone 150'; 4) Kalksteine 200';
5) rothe Schieferthone 120'; 6) Kalksteine 50'; 7) rothe Schieferthone sehr
mächtig. — Es folgt dann ein weiterer Wechsel von Kalkstein und rothem
Schieferthon, wobei letzerer weit vorwaltet, bis wir bei No. 21 unserer