国立情報学研究所 - ディジタル・シルクロード・プロジェクト
『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ

> > > >
カラー New!IIIFカラー高解像度 白黒高解像度 PDF   日本語 English
0261 China : vol.2
中国 : vol.2
China : vol.2 / 261 ページ(白黒高解像度画像)

New!引用情報

doi: 10.20676/00000260
引用形式選択: Chicago | APA | Harvard | IEEE

OCR読み取り結果

227

lagert und durch seine organischen Reste deren Alter bestimmen hilft. In
grösserer Mächtigkeit tritt er bei Po-shan-hsien (S. 203) unter sämmtlichen kohlen-
führenden Schichten auf, aber er wiederholt sich auch noch einmal als Ein-
lagerung zwischen denselben am Hei-shan (S. 204). Der Charakter des Kalksteins,
sein Zusammenvorkommen mit Rauchwacken und Dolomiten, die mit bunten
Thonen erfüllten Hohlungen in der obersten Bank der letzteren, welche die
Hauptmasse der Formation abschliesst — dies sind Merkmale, denen wir
bei den Kohlenkalken von Shansi wieder begegnen werden. — Mit Ausnahme
der beiden genannten Orte, habe ich Kohlenkalk in Shantung nicht nach-
gewiesen. Wer jedoch mit der Kenntniss desselben an die Untersuchung
der Kalkgebirge geht, wird ihn wahrscheinlich viel weiter verbreitet finden.
7. Oberer Theil der Steinkohlenformation. Eine entschiedene Trennung
zwischen dem kalkführenden und dem kalkfreien Theil der Steinkohlenformation
ist nicht wahrzunehmen. Aehnliche kohlenführende Sandsteine und Schiefer,
wie sie bei I-tshön-fu und Po-shan-hsien zwischen den Kalksteinen mit Brachio-
poden liegen, entwickeln sich zu grosser Mächtigkeit über dem obersten
Kalksteinflöz. Ich verweise auf die bezüglich beider Orte angegebene Schich-
tenentwickelung (S. 184 und S. 204). Die Formation von Wei-hsien (S. 210)
gehört ganz hierher. Unbestimmt bleibt das Vorkommen der Kohle von
Tsing-ko-tshwang S. 192.
8. Permische Gebilde und Porphyrausbrüche. — Bei I-tshön-fu
gelangten wir im Hangenden der Kohlengebilde in rothe und dunkelviolette
Sandsteine und thonige Schichtgesteine, welche mit jenen gleiche Lagerung
haben und ein grosses Areal einnehmen, indem sie die südlichen Ausläufer der
Hügel fast allein zusammensetzen (S. 182—184). Sie werden zum Theil von
Porphyr durchbrochen, treten aber auch mit ihm in genetischen Zusammenhang.
Wenn man auf Grund ihrer Lagerung vermuthen darf, dass sie der Stein-
kohlenformation im Alter folgen, so werden wir später für ähnliche Gebilde
am Po-yang-See den Beweis für die Zugehörigkeit zur Permischen Formation
finden, und wir können für die rothen Sandsteine an den Seiten des I-hö-
Thales dieses Alter annehmen, bis Anhaltspunkte für ein anderes gefunden
sind. — Mit weit geringerer Sicherheit stellen wir hierher die merkwürdigen
mächtigen Ablagerungen von tuffartigem Charakter, welche zwischen Mong-
xin-hsien und Hsiu-lai-hsien (S. 191) auftreten. Die Eruptivsteine, deren Bruch-
stücke hier in dickbankigen Conglomeraten abgelagert sind, haben keinen
sicheren porphyrischen Typus.
9. Eruptionen basischer Gesteine am Nordrand des Gebirges von
West-Shantung. — Eine sehr merkwürdige Stellung nehmen die Gesteine
der kegel- und glockenförmigen Hügel ein, welche sich im Norden und Osten
von Tsi-nan-fu (S. 198) isolirt aus der Ebene erheben. Sie erinnern an die
sogenannten Grünsteine von Teschen in Mähren. Einige möchte man als Dia-
bas und Diorit bezeichnen, andere als Hyperit, Gabbro u. s. w. Beachtenswerth
15*