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0262 China : vol.2
中国 : vol.2
China : vol.2 / 262 ページ(白黒高解像度画像)

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doi: 10.20676/00000260
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OCR読み取り結果

ist das Vorkommen am Bruchrand des Gebirges. Ihnen gehören vielleicht auch
die Contact-Lagerstätten von Eisenerz (S. 209) an, welche an den
äussersten Gebirgsausläufern mit krystallinischem Kalk und Diorit auftreten.

III. Jüngste Gebilde.

Wir sind hiermit am Ende der Reihe der älteren Formationen angekommen.
Ein Zwischenraum von vielen geologischen Perioden trennt sie von den unbedeu-
tenden Bildungen, welche wir noch anzuführen haben. Sie lassen sich nur neben-
einander nennen, da eine bestimmte Altersfolge nicht festzusetzen ist.
10. See-Ablagerungen von Hsiu-tai. — Die sehr bedeutenden, ursprünglich
in geneigter Stellung abgelagerten Schichten in dem alten Seebecken von Hsiu-
tai-hsien (s. S. 193), welche theils aus Schotter, theils aus Sand und Thon
bestehen, lassen sich keiner bestimmten Formation einreihen. Wahrschein-
lich sind sie eine jugendliche Bildung, da das Gebirge seine heutige Gestalt
mit allen Erhöhungen und Vertiefungen nahezu gehabt haben muss, als die
Schichten abgesetzt wurden.
11. Vulcanische Gesteine. — Von diesen haben wir im Gebirgsland von Shan-
tung zwei Gruppen zu unterscheiden:
1) Die Gruppe von Tsing-tshöu-fu (S. 209, 212). Die Ausbrüche waren
untermeerisch; die Tuffe sind zu einer Terrasse angehäuft. Trachyte haben
an diesen den wesentlichsten Antheil. Darüber erheben sich Kegel von
Basalt und Dolerit.
2) Die Gruppe von Tong-tshöu-fu (S. 217). Sie ist ausgezeichnet durch
basaltische Decken, welche keine Spur einer gleichzeitigen Meeres-
bedeckung erkennen lassen.
12. Löss- und Gebirgsschutt. Diese Gebilde treten im ganzen westlichen
Shantung in Wechselverband; der Löss ist dessen Nordfuss in einer breiten
Zone vorgelagert, tritt typisch im Süden auf und ist wahrscheinlich auch im
Westen gegen den Grossen Canal hin verbreitet. In den Gebirgsthälern kommt
er mit fest cementirtem grobem Gebirgsschutt zusammen vor. Im ganzen
östlichen Shantung fehlt der Löss.
13. Gebirgslehm. Der structurlose Lehm spielt im östlichen Shantung eine
bedeutende Rolle und ist dort ein wichtiges Element für die Agricultur; so
bei Tshifu.
14. Alluvium. Das dem Gebirgsland eigenthümliche Alluvium besteht wesent-
lich aus Sand. Denn da bei Regengüssen das Wasser von den baumfreien
Gehängen unmittelbar hinabgeführt wird, so schwellen die Flüsse schnell an
und nehmen alle thonigen Gebilde mit fort; Sand allein bleibt zurück. Haben
sie Gelegenheit sich auszubreiten, wenn sie den Fuss des Gebirges erreichen,
so setzen sie die feinen Bestandtheile ab; im anderen Fall führen sie sie nach
dem Meer. Die fruchtbaren Alluvien der Ebene sind meist die Ueberreste
von früheren Ueberfluthungen. Der Löss von Shantung hat einen nicht
unbedeutenden Beitrag zu ihrer Bildung gegeben.