国立情報学研究所 - ディジタル・シルクロード・プロジェクト
『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ
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| 0272 |
China : vol.2 |
| 中国 : vol.2 |
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OCR読み取り結果
ist das Fallen nördlich, unter geringen Winkeln. Der südliche liegt gerade in der
Zone, in welcher der Gneiss des Tai-shan-Zuges fortsetzen sollte, und es ist daher
ersichtlich, dass dieselbe meridionale Verwerfungskluft, welche weiter nördlich durch
die plötzliche Umbiegung des Sinischen Kalksteins bezeichnet wird, auch das ganze
Gneissmassiv abschneidet.
Die genauere Untersuchung der Tektonik im Süden von Po-shan würde beson-
ders wichtig sein. Leider kenne ich sie nur aus Fernsichten, die allerdings bei
den ungemein charakteristischen Bergformen einigen Aufschluss geben. Blickt man
von dem kohlenführenden Hei-shan nach jener Richtung, so sieht man die charak-
teristischen bleichen, schölligen Gehänge des Sinischen Kalksteins bis zur Wasser-
scheide ansteigen. Aber auch der östlich gelegene Hügelzug, mit seinen treppen-
artigen Profilen, seinen steilen Süd- und langgezogenen Nordgehangen, weist auf
Sinische Gebilde. Weiter im Süden steigt wieder krystallinisches Gebirge an, wie
ich vom Yuén-shan aus sehen konnte. Von demselben Standpunkt aus hoben sich
auch in der Entfernung von ungefähr 30 g. M. die schroffen Umrisse des krystal-
linischen I-shan ab, und bei der klaren Atmosphäre war es deutlich erkennbar,
wie sich ihm an der Südwestseite hohes
tafelförmiges Land mit einem Einfalls-
winkel von 10° nach NO (also gegen
seine Abfälle im anschliesst. Nach
Analogie mit den Gegenden am Tung-
Wenn-hö ist damit abermals eine Bruch-
linie, und zwar ungefähr mit der Streich-
richtung WNW—OSO, bezeichnet.
Nordöstlich von Po-shan, bis Tsing-tshóu-fu, kennen wir nur das nördliche Ende
einer weit ausgebreiteten Scholle von Sinischen Kalken, welche hier unter geringem
Winkel nordwestlich fallen. Vermuthlich folgt südöstlich von ihnen eine Gneisszone.
Mit dem Thal des bei Tsing-tshóu-fu vorüberfliessenden Mi-hö ist Alles ab-
geschnitten. Die Sinischen Kalke kehren dem Thal ihre Steilseite zu, und es ist
hier wahrscheinlich die Linie einer der bedeutendsten meridionalen Verwerfungen.
Im Osten folgt flachhügeliges Land, dessen nördlichster Theil eine mit den Kegeln
vulcanischer Gesteine besetzte Tuffterrasse ist. Daran schliesst sich das Thal von
Wei-hsien. Hier fanden wir einen Bau, der von dem des gesammten übrigen Landes
verschieden ist. Eine niedere Granitwelle trägt im Norden unmittelbar steinkohlen-
führende Schichten und im Süden eine Auflagerung der Sinischen Gebilde, welche
nur hier eine, wenn auch sehr schwache, Neigung nach Süden haben¹).
Gehen wir südlich vom Tai-shan. Die ganze Kette desselben fällt in dieser
Richtung steil ab und wird zunächst von dem Alluvium des Ta-Wenn-hö begrenzt.
Aber am Südrand dieses Thales steigt ein anderes hohes Gneissgebirge, der Tsu-
lai-shan, auf, und tief an dessen Nordgehänge lagert Sinischer Kalk, welcher 8°
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