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0278 China : vol.2
中国 : vol.2
China : vol.2 / 278 ページ(白黒高解像度画像)

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doi: 10.20676/00000260
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OCR読み取り結果

Ausnahme der mächtigen Porphyrzüge von Liau-hsi und einigen anderen Gegenden
sind die Eruptionen dieser Gesteine überall mit lange andauernder Sedimentbildung
verbunden gewesen.

Es ist eine merkwürdige Thatsache, dass der innere Bau zweier Hälften des-
selben Gebirgslandes, welche aus beinahe genau einander entsprechenden Forma-
tionen aufgebaut sind, uns auf eine so verschiedenartige tektonische Geschichte
führt. Um die unterscheidenden Merkmale kurz zu wiederholen, fand im Westen
ein Zerbersten in Schollen nach wenig regelmässigen Linien statt; es folgte eine
in dem Zeitraum langer geologischer Perioden allmälig anwachsende verticale Ver-
schiebung, welche dennoch in wenigen Fällen eine Amplitude von mehr als 3000
Fuss zu erreichen scheint, und diese Verschiebung ist derartig geschehen, dass alle
Schollen eine Neigung in nördlichen Richtungen haben. Im Osten hingegen vollzog
sich ein Zusammenschieben des in der Streichrichtung NNW—SSO gefalteten Gneiss
durch eine Kraft, welche rechtwinklig auf die Richtung der daraus entstandenen, von
WSW nach ONO streichenden Höhenzüge wirkte; es erhielten sich dabei einzelne
feste Kerne, welche die ursprüngliche Structur bewahrten und jetzt als schroffe
Ketten aufragen, wogegen die zwischengelegenen Theile eine Zermalmung und Auf-
lockerung erfuhren, dadurch eine in den schwankenden Streichrichtungen noch
erkennbare verworrene Structur erhielten und von einem Netzwerk von Gängen
von Pegmatit durchzogen wurden. Bei der Zusammenschiebung geschah die Ein-
klemmung einer aufgelagerten vorcambrischen Formation in SW—NO streichenden
Synklinen zwischen die aufgelockerten Gneissmassen; dann folgte die Hinwegfüh-
rung der letzteren bis auf ein gewisses Niveau, welches ausgeebnet wurde und
nun die Unterlage für den Absatz der bis heute wenig gestörten Schichten der
Sinischen Reihe bildete. Die Westhälfte ist, trotz mancher Abweichungen, der
Prototyp für die Tektonik grosser Theile des nordwestlichen China; die Osthälfte
ebenso für den Grundbau des Nordostens, wahrscheinlich bis nach Korea hinein.

In einem noch nicht erklärbaren Zusammenhang mit diesen auf frühe Vorgänge
begründeten Unterschieden steht ein anderer, welcher der Neuzeit angehört. Er
betrifft die Verbreitung des Löss. Dieses jugendliche Gebilde fehlt selten im west-
lichen Shantung. Nicht nur erfüllt es die Thäler des Gebirges und die weiten
Einbuchtungen am Nordrand desselben, sondern es greift auch weit in die Ebene
hinein und ist ein wesentliches Moment der Fruchtbarkeit jener Gegenden. Im
Osten dagegen fehlt es ebenso vollständig wie in Liautung. Der Grund der Er-
scheinung kann nur darin gesucht werden, dass in einer kurz vergangenen Zeit
Hohendifferenzen zwischen beiden Hälften von Shantung stattgefunden haben, welche
jetzt nicht mehr bestehen. Es wird jedoch weitere Untersuchung nothig sein, um
die Ursache der räthselhaften Erscheinung vollständiger klarzustellen.

Wasservertheilung.

Die wolkenverdichtende Eigenschaft der höher aufragenden Gebirge gibt sich
im westlichen und im östlichen Theil von Shantung zu erkennen, indem dieselben