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0283 China : vol.2
中国 : vol.2
China : vol.2 / 283 ページ(白黒高解像度画像)

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doi: 10.20676/00000260
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den Fremden oft als chinesische Datteln bezeichnet¹). In getrocknetem Zustand
halten sie sich lange Zeit und sind bei den Chinesen sehr beliebt. Der Export
von Shantung nach Shansi und Shensi ist unglaublich gross. Ich begegnete in
diesen Provinzen langen Zügen von Maulthieren, die nichts trugen als die getrock-
neten tsan'r. Weithin durch das Land werden sie in Städten und Dörfern zum
Verkauf ausgeboten. Eine ähnliche Rolle haben die weit grösseren tsz'-tszi, die
Früchte von Diospyrus Kaki, welche ebenfalls in getrocknetem Zustand aufbewahrt
werden. Da sie jedoch in sehr grosser Verbreitung vorkommen, so haben sie als
Handelsproducte nur eine örtliche Bedeutung. Dasselbe gilt von den anderen
Früchten, wie Aepfeln, Birnen, Kirschen, Aprikosen, Pfirsichen, Orangen und
Trauben. Für letztere ist Shantung die südlichste Gegend, wo sie gut gedeihen.
Hier bringt sie die Hitze und Trockenheit im September noch zur Reife, wenn
auch nicht in einem für die Bereitung von Wein geeigneten Zustand. Weiter
südlich werden die Trauben wegen der Septemberregen wässrig und fade.

Die Cultur von Gemüsen blüht in Shantung wie überall in China, und zwar
hat jede Gegend ihre besonders ausgezeichneten Producte. So ist der Weisskohl
(Pai-tsai) von Tshifu berühmt und wird viel nach anderen Theilen der Küste aus-
geführt. — Oelpflanzen werden verhältnissmässig wenig gebaut. Die überall beliebte
Erdnuss (Arachis hypogaea), das ebenfalls selten fehlende Sesamum, ferner Raps
und die für die Oelbereitung geeigneten Arten von Bohnen sind wol in dieser
Beziehung die Hauptculturen.

Die Seide gehört zu den wichtigeren Producten von Shantung. In der öst-
lichen Hälfte, und im Westen bis gegen Tsing-tshou-fu hin, gewinnt man die Seide
des Eichen- und des Ailanthus-Spinners, welche einen nicht unbedeutenden Ausfuhr-
artikel von Tshifu bildet. Doch wird auch der Maulbeerbaumspinner in grosser Menge
gezüchtet. Das Hauptgebiet für die Anpflanzung der Maulbeerbäume sind die hügeligen
Buchten am Nordrand des westlichen Gebirges, insbesondere diejenigen von Tsing-
tshou-fu und von Tshi-tshwan-hsien. Von der ersteren setzt die Seidenzucht südlich
fort bis gegen Mu-ling-kwon, und jenseits soll sie in den Districten von Ku-tshon
und I-shui-hsien ebenfalls blühen. Im östlichen Shantung scheint der Maulbeerbaum
nicht gut zu gedeihen; dagegen wird er auf dem Boden der Ebene im Norden