National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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recht eingeschnittenen Hohlwege und Aushöhlungen an solchen Stellen, wo durch die
stete Auflockerung des Erdreichs dem Wind Gelegenheit zum Ausblasen und Forttragen
des Staubes gegeben wird¹. Auch gibt er sich durch den für Lössländer charak-
teristischen stark alkalischen Geschmack des Wassers fast aller Brunnen zu erkennen².
An manchen Stellen der Umgebungen der Hauptstadt soll sogar Soda aus dem
Boden ausblühen, welches die ehemalige Existenz abflussloser Seen andeuten dürfte³.
Obgleich nun von den beiden einzigen, aus typischen und grossartigen Lössgebieten
kommenden Flüssen, dem Hun-hö und dem Pai-hö, der letztere sicher niemals über den
Boden des heutigen Peking geflossen ist, und der Hun-hö gewiss immer der Abdachung
nach Süden gefolgt ist, könnte man doch zu der Ansicht geneigt sein, dass man
es hier mit zusammengeschwemmten Lössmassen, welche durch nicht bekannte
Ursachen die Structur atmosphärischer Ablagerungen wieder annahmen, zu thun
habe, wenn nicht einerseits die Entwickelung der Abdachung gegen Norden dagegen
spräche, und andererseits die weitere Ausbreitung derselben Formation eine mit
unsern Erfahrungen über den Löss mehr übereinstimmende Erklärung nahe legte.
Was zunächst den Boden der eigentlichen Bucht von Peking betrifft, so verhält er
sich nach Form und Zusammensetzung wie derjenige eines sehr flachen Löss-
beckens, oder, was damit identisch ist, einer Salzsteppenmulde. Ganz allmälig,
aber mit stetig wachsendem Neigungswinkel, steigt er nach den Rändern hin an.
Besonders bemerkbar ist dies bei der Reise nach Nan-köu, wo man die Meereshöhe
von 200 Meter erreicht hat. Die ebenso allmälige Zunahme gröberen, wenig
gerollten Materials, welche wir nach der Analogie der Salzsteppenmulden zu erwar-
ten haben, kann keinem Beobachter entgehen, und in der Nähe des Gebirgswalls
befinden wir uns auf grobem, meist eckigem Schotter, der aber stets mit Löss
vermengt bleibt. Aehnlich verhält es sich in dem Becken, in welchem die Ming-
Gräber liegen, oder gegen den Abhang des im Westen aufsteigenden Yang-shan (auch
Hsi-shan genannt) hin. In der Bucht, in welcher Ku-pêi-köu liegt, erreicht man
die Grenze des Thallandes bei diesem Ort selbst in 210 m. Hohe. Es ist mir
nicht bekannt, in wie weit dort der Pai-hö die Natur der Steppenmulde verwischt
haben mag.
Wären die Ausfüllungsmassen in der Bucht von Peking ein Product des
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