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0311 China : vol.2
中国 : vol.2
China : vol.2 / 311 ページ(白黒高解像度画像)

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doi: 10.20676/00000260
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OCR読み取り結果

Absatzes von Flüssen, so müssten 1) die Gebilde sich durch diese Art der Thätigkeit
erklären lassen; 2) die Flüsse nachzuweisen sein, welche die Ablagerungen schufen,
und 3) die Spuren derjenigen Veränderungen zu finden sein, welche die Flüsse in
ihren eigenen Ablagerungen hervorbringen. Nun wird (1) durch Flüsse der Gebirgs-
schutt gerollt hinabgeführt, aber nie in der Weise abgesetzt, wie ich es beschrieben
habe, und Löss schlägt sich aus ihnen überhaupt nicht nieder. (2) Die Flüsse
müssten desshalb noch heute nachzuweisen sein, weil sich in der allgemeinen
Anordnung der Flussbecken seit einer langen Reihe geologischer Perioden eine
Aenderung nicht vollzogen hat. Der Yung-ting-ho oder Hun-ho betritt die Ebene
an einer Stelle, welche niedriger liegt als Peking und daher unter den höheren
Theilen der Abdachung noch heute weiter zurückbleibt. Dasselbe gilt vom Pai-hô, der
bei Tung-tshóu mindestens 65 Fuss tiefer liegt als Peking und die nördlich davon
gelegenen Gegenden unmöglich durchströmt haben kann. Es bleibt also nur das
kleine Bachsystem des Sha-hô, welches sämmtliche Rinnsale der Bucht von Peking
sammelt, seine oberen Grenzen aber schon in den nächsten Höhenrücken hat.
Während jene beiden grossen Ströme aus weiten und typischen Lössgegenden
kommen und grosse Massen dieser Erde herabgeschwemmt haben, drainiren die
Zuflüsse des Sha-hô ein Gebiet von geringem Umfang. Es ist nicht wahrschein-
lich, dass ein so kleiner Fluss, wenn er sich immer in das Meer ergossen hätte,
so gewaltige Schuttmassen, wie sie zur Ausfüllung der Gebirgseinsenküng von
Peking erforderlich waren, zusammenhäufen können, da er den grössten
Theil des festen Materials hinabgeführt haben würde. Die Annahme, dass dies
doch möglich gewesen wäre, führt uns zu der dritten Bedingung. Die einzelnen
Zuflüsse würden nämlich nicht nur das Material, wie vorerwähnt, nach der Grösse
und Beschaffenheit des Kornes anders vertheilt haben als wir es finden, sondern
auch durch die Anhäufung von Schuttkegeln an den Mündungen der Gebirgs-
schluchten in die Ebene Ungleichheiten des Reliefs hervorgebracht haben, welche
nicht vorhanden sind. Es findet vielmehr jenes gleichmässige Ansteigen des Bodens
gegen die Gehänge hin statt, wie es durch das Hinabstürzen und das Hinabspülen
des Schuttes von diesen bei Steppenmulden vorkommt, und die Gewässer haben
sich erst nachträglich in den Gebirgsschutt eingegraben, ihn von den feinen Be-
standtheilen gereinigt, abgerollt, zusammengeführt und dadurch breite steinige
Flussbetten in der Schuttsteppe geschaffen. Endlich fehlen die Flussterrassen.
Hätte der Pai-hô auch nur einen Theil zur Ablagerung des Löss von Peking bei-
getragen, so könnte nicht eine allmälige Abdachung von dieser Stadt nach dem
jetzigen Flussufer bei Tung-tshóu sich herabziehen; sondern dieselbe würde durch
eine Reihe von Terrassen bezeichnet sein.

Wenn wir so bei der Beschränkung unsrer Betrachtung auf den Boden der
Bucht von Peking positive Beweise für seine atmosphärische Entstehung in der
Art der Gebilde selbst finden, und dieselben durch negative Beweise erhärtet
werden, welche in dem Fehlen von zur Zuführung geeigneten Flüssen und den
Merkmalen von deren Thätigkeit liegen, so wird uns die Analogie mit später zu