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『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ
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| 0321 |
China : vol.2 |
| 中国 : vol.2 |
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OCR読み取り結果
Auf dem Weg von der genannten Stadt aus verquert man erst zwei Reihen lose
gestellter Hügel, die aus festem, zuweilen quartzitartig verhärtetem Quarzsandstein von
gelblichen, weisslichen und röthlichen Farben bestehen. Eingeschlossene grössere Quarz-
gerolle geben ihm zuweilen ein conglomeratisches Aussehen. Wahrscheinlich sind es
dieselben Sinischen Sandsteine, denen wir von der Gegend von Ning-yüen-tschou an häufig
begegnet sind. Die Hügel wie die Schichten streichen NW—SO, und die letzteren fallen
nach SW. Eine dritte, parallele Reihe isolirter Hügel besteht aus Kalkstein. Dieser ist
von besonderer Art und von allen bisher beschriebenen Kalksteinen im Westen von
Mukden verschieden, wird aber von nun an gegen Westen als Liegendes der productiven
Steinkohlenformation charakteristisch. Er ist wohlgeschichtet, hat splittrigen Bruch und
im Allgemeinen hellgraue Farbe. Doch sind einzelne Schichten leberbraun gefärbt.
Typisch sind dickgeschichtete Kalke mit korallenartigen gelben Zeichnungen von ver-
schwommenen Umrissen auf leberbraunem Grund. Zuweilen sind jene braun auf schwarzem
Grund. Hornstein als Gemengtheil kommt nicht vor, und es fehlen die globulitischen
Kalke und sonstigen leitenden Gesteine der Sinischen Formation.
Derselbe Kalkstein bildet unmittelbar darauf einen fortlaufenden Zug, der im Allge-
meinen ONO—WSW streicht und den häufig vorkommenden Namen Tsing-shan führt.
Das Streichen der Schichten ist OSO—WNW bis Pai-tah-tzi; hier wird es O—W, und
schliesslich O2N—W2S. Die Fallrichtungen deuten eine antikline Falte an; denn entlang
dem Südabfall ist es steil südlich, während auf der Höhe des Kammes die Schichten
nach N biegen und in dieser Richtung sich flach wellig abdachen.
Bis Pai-ki-tien senkt sich der Südabfall unmittelbar in das diluviale Sandland. Von
hier gegen Westen ist ihm ein kaum merkbar erhöhtes welliges Vorland angelagert. Dies
ist das Kohlenfeld von Kai-ping. Die ersten Gruben, zu denen man kommt, sind die
von Tang-ke-tchwang und Fan-ke-tchwang, wo zwei Reihen von Halden zwei verschiedene
Flöze andeuten. Der Kalkstein fällt hier 20 bis 35° SSW. Darauf folgen im Hangenden
mit gleichem Streichen (N 72° W) und Fallen, bunte, zum Theil sandige verhärtete Thone
und Thonmergel, sehr reich an Nieren von thonigem Sphärosiderit, so dass sich ein Abbau
wahrscheinlich lohnen würde; dann Sandsteine und, in 400 Fuss Verticalabstand (nach
Schätzung) vom Kalk, das erste Kohlenflöz; etwas weiter im Hangenden kommt man
zu einem zweiten Flöz. Auf dem ersten war die Grubenarbeit kürzlich eingestellt worden;
das zweite ist schon längst bis zu der erreichbaren Teufe von 150 Fuss, der Neigung
des Flözes folgend, abgebaut worden, und tiefer vermag man nicht zu gehen. Es soll
noch andere Reihen alter Gruben geben, zum Beispiel etwas weiter südlich, bei Lin-
tung und Lin-hsi.
Die schönste und am besten aufgeschlossene Entwickelung hat das Kohlenfeld in
seinem mittleren Theil, bei Pai-hiu-hse. Ich notirte hier die folgende auf dem Profil
Fig. 57 dargestellte Schichtenreihe, von unten nach oben:
1. Kalkstein von den vorher beschriebenen Eigenschaften. Er streicht W 8° S
— O 8° N und fällt 61° südlich. Versteinerungen sind nur in undeutlichen Aus-
witterungen sichtbar.
2. Gelbe dolomitische Kalke.
3. Gelbe dünn geschichtete Dolomite mit Brauneisenstein . . . . 40 Fuss.
4. Rothe eisenreiche Thone mit Nieren und Knauern von Rotheisenstein und
Brauneisenstein, die z. Th. in Lagen dicht zusammengedrängt sind. 50 Fuss.
5. Weissliche Sandsteine. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30 Fuss.
6. Kohlenflöz mit schwarzen Schiefern im Hangenden. Es ist in bedeutender
Ausdehnung abgebaut. Die noch offenen Baue deuten auf eine Mächtigkeit von
6 bis 8 Fuss.
7. Thone, Schieferthone und thonige Sandsteine, meist von weisslichen
und grauen Farben. Sie führen Lagen von Eisennieren und thonigen Sphäro-
siderit. Hier sammelte ich in feinnerligen gelben Schiefern eine Anzahl sehr
zarter Abdrücke von Pflanzen, welche sich nach den Untersuchungen von
Professor Schenk als eine Flora der Steinkohlenformation ergeben
haben. Die Schichten sind ungemein reich daran, und man könnte durch tiefer-
gehendes Arbeiten eine grosse Sammlung anlegen. Ich war auf die blättrig
aufgelösten und zerfallenen Schiefer, welche zur Seite eines Hohlweges anstan-
den, beschränkt. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 100 Fuss.
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