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0328 China : vol.2
中国 : vol.2
China : vol.2 / 328 ページ(白黒高解像度画像)

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doi: 10.20676/00000260
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OCR読み取り結果

des Passes über dem Fluss ist 350 Fuss. Der Bergbau ist auf die Westseite beschränkt;
denn der Boden der Mulde senkt sich in der in Fig. 62 dargestellten Weise nach Osten.
Man würde daher hier die Kohle erst in der Tiefe finden und hat sie nicht aufgesucht,
weil ein kostspieliger Bergbau nicht mit der einfachen Streckenförderung, wie sie allent-
halben in dieser Gegend stattfindet, concurriren könnte. Das geeignetste Mittel zu einem
grösser angelegten Abbau desjenigen Theiles der Flöze, der über den Thalsoblen liegt,
würde die Anlage eines Stollens von der Ostseite sein. Da der Liu-li-hô von dort, wo
ihn die grosse Reichsstrasse schneidet, schiffbar ist, so könnte die Herbeiführung von Holz
zur Auszimmerung ohne zu erhebliche Kosten geschehen.
Betrachten wir, ehe wir weiter westlich gehen, die Verbreitung der Kohle am
unteren Liu-li-hô. Die Mühle des Mêi-ling setzt westlich vom Fluss, in Folge ihres
östlichen Einfallens, in erheblich höherem Niveau fort. Man sieht vom Thal aus deutlich das
sanfte Land, das sie auf der Höhe, über den Gehängen des Kalkgebirges, schafft. In mehreren
Schluchten kommen die Wege herab, auf denen man das Product des dortigen Bergbaues
zum Liu-li-hô herabführt. Es ist ausschliesslich Anthracit. Demselben Niveau (d. h. den
unmittelbar auf dem Kalkstein lagernden Schichten) gehört auch die Kohle von Fang-
shan-hsiên an. Pumpelly fand westlich von der Stadt einen niederen, von Nord nach
Süd gerichteten Granitrücken, welchem Quarzit, Kalkstein (600 F.) und schwarzer Kohlen-
schiefer (500 F.) mit vier Flözen folgen¹). In der Ying-wo-Grube lagern die kohlen-
führenden Schieferthone, gerade wie am Mêi-ling, gleichförmig auf Kalkstein; sie streichen
W—O und fallen 30° N. Das tiefste Flöz liegt 150 Fuss über dem Kalkstein und ist
von 1 bis 30 Fuss dick. In Tshang-kau-yi, das 8 g. M. in der Richtung WzN von
Fang-shan gelegen ist, wird ebenfalls ein Anthracitfloz abgebaut, dessen Mächtigkeit von 1 bis
30 Fuss schwankt. Die Ausdehnung der Werke auf einer der Gruben wird zu 6000 Fuss
angegeben²).
Folgt man den Windungen des Liu-li-hô aufwärts, so hat man Wände von Kohlen-
kalkstein zu beiden Seiten. Innerhalb jeder Schlinge des Flusses steht ein Dorf. Von
Tung-tshwang sieht man zum letzten Mal zurück in die Ebene. Dann betritt man die
innerste Architektur des Gebirges. Wir befinden uns in der Fortsetzung der südlich
fallenden Kalksteine des Ma-ngan-shan. Die Streichrichtung ist beiderseits ziemlich genau