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0333 China : vol.2
中国 : vol.2
China : vol.2 / 333 ページ(白黒高解像度画像)

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doi: 10.20676/00000260
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Die im Vorstehenden notirten Zahlen ergeben eine Gesammtmächtigkeit der Schichten
von 15770 Fuss. Bei untergeordneten Complexen mag zuweilen die Ziffer zu hoch sein;
aber bei grosser Mächtigkeit eines Schichtensystems habe ich das Minimum der Schätzung
angegeben. Für die einzelnen Gruppen stellen sich folgende Zahlen heraus:
A. Schiefer und alte Sandsteine (1—3) . . . . . . . . . . 2000 Fuss.
B. Kalkstein (4—21) . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5520 »
C. Kohlenführende Schichten (22—48) . . . . . . . . . . 8250 »
und zwar lassen sich hierin unterscheiden:
a) Tiefste Abtheilung (22—33) mit WNW-Streichen; ausgezeich-
net durch das Vorwalten grauer Sandsteine mit unregel-
mässig vertheilten, grossentheils vertical gestellten Glimmer-
blättchen, sowie grüner Tuffgesteine und derselben Färbung
bei einem Theil der Sandsteine und Schiefer. Anthracitflöze
in 22 und 24. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2200 Fuss.
b) Zweite Abtheilung (34—45) mit SW-Streichen; besteht wesent-
lich aus Schieferthonen und Sandsteinen von grauen
und schwärzlichen Farben; auch Quarzkieselconglomerate
kommen häufig vor. Grüne Farben untergeordnet, rothe gar nicht
vorhanden. Anthracitflöze, zum Theil sehr ausgezeichnet, in
36, 40, 43, 45 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2950 Fuss.
c) Dritte Abtheilung (46), mit SSW—NNO-Streichen (zuweilen
S—N mit O Fallen); rothe thonige Gesteine vorherrschend.
Flözleer. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2000 Fuss.
d) Vierte Abtheilung (47), mit gleichem Streichen. Führt Anthra-
citflöze. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 600 Fuss.
e) Fünfte Abtheilung (48), mit denselben Streichen. Dunkle
Sandsteine und Thone. Darin Flöze von bituminoser
Kohle. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 500 Fuss.
D. Porphyr und Porphyrconglomerat.

Betrachten wir nun eingehender die einzelnen Abtheilungen, um, wo es an
organischen Resten fehlt, das geologische Alter durch Parallelisirung so gut als
möglich festzustellen.

A. Alte Schiefer und Sandsteine.

Die Formationsbestimmung dieser Gesteine bietet die grössten Schwierigkeiten.
Ein mächtiges System von Schiefern, die häufig sericitisch sind, werden wir später
im Liegenden der Sinischen Kalke sehr verbreitet finden. Ueber denselben sind
sie mir sonst nicht bekannt. Die Sandsteine, welche die Schieferaufbiegung im
Norden und Süden von den Kalksteinen trennen, haben ein Analogon in den
ähnlichen, aber nicht grün, sondern röthlich gefärbten Sandsteinen, welche östlich
von Kai-ping den Kohlenkalkstein unterlagern. Petrographisch, wie in ihrer Stellung,
erinnern sie auch an die Sandsteine im Liegenden des Kohlenkalkes, denen wir in
dem Hugelland zwischen Nan-king und Tshom-kiang begegnen werden.

B. Kalksteinreihe.

In diesem mächtigen und wechselvollen System findet sich nicht ein einziges
der weit verbreiteten und charakteristischen Gesteine der Sinischen Kalke, welche
sonst zuweilen das Liegende der Steinkohlengebilde sind. Kieselige Ausscheidungen
kommen allerdings als Knotchen und dunne Zwischenblätter vor, werden aber nicht
charakteristisch, sondern reine Kalke bleiben herrschend. Eine auffallende Erschei-