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0334 China : vol.2
中国 : vol.2
China : vol.2 / 334 ページ(白黒高解像度画像)

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doi: 10.20676/00000260
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OCR読み取り結果

nung ist es, dass gewöhnlicher dichter Kalkstein mehrfach mit sehr feinkörnig
krystallinischen Abänderungen wechsellagert. Als besondere Merkmale sind zu
bezeichnen: das massenhafte Auftreten von Kalken, bei denen schwarze und braune
Färbung auf dem Bruch in wolkiger Zeichnung angeordnet sind, besonders in den
oberen Theilen der Formation, und das Vorkommen von Dolomiten. Die angegebene
Färbung fanden wir bei den Kalken im Liegenden der Kohlenschichten bei Kai-ping
(S. 287), in Liautung und in Shantung; den Dolomiten begegneten wir in derselben
Stellung bei Po-shan (S. 203), und wir werden sie später bei Ping-yang-fu wieder-
finden. Ausser Korallen und Zweischalern in 18) fand ich keine Versteinerungen.
Doch glaube ich nach den Lagerungsverhältnissen unbedenklich das ganze System
als Kohlenkalk bezeichnen zu dürfen. Seine grosse Mächtigkeit neben der viel
weniger bedeutenden bei Kai-ping und seinem gänzlichen Fehlen im Osten¹) kann
nicht dagegen sprechen. Die gewaltige Entwickelung der Triaskalke in den Alpen
bietet einen analogen Fall.

C. Kohlenführende Schichten.
a. Erste Abtheilung (Méiling-Gruppe).

Dies ist das verbreitetste Kohlengebilde bei Peking. Die Schichtgruppen 22 bis
26 entsprechen denjenigen vom Pass Mei-ling. In dem engen Kessel von Tai-ngan-
shan ist das Ausbeissen beschränkt und des Schichteneinbruchs wegen für den Bergbau
nicht günstig. Dennoch sind Spuren alter Halden, aus denen sich aber eine Fol-
gerung auf die Zahl der Flöze nicht ergab, vorhanden. Auch am Mei-ling sind
die Schichten sehr glimmerreich, und hier wird dies Merkmal durch die eigenthüm-
liche, eine spätere Bildung verrathende Stellung der Glimmerblättchen charakteristisch.
Es lassen sich unterscheiden:
1) eine kohlenführende Stufe, 600';
2) eine aus ähnlichen Gesteinen bestehende, nicht kohlenführende Stufe, 500';
3) eine 1100' mächtige, ebenfalls kohlenfreie Stufe, in der aber grüne thonige
Tuffgesteine die Hauptrolle spielen. Die letzteren bilden prällige Felswände, und
es sind enge Schluchten in sie eingeschnitten; sie zeichnen sich durch Abwesenheit
von Schichtungsflächen aus und erinnern an gewisse grüngefärbte porphyrische
Schlammtuffe, wie wir sie auf der Insel Tshow-shan (Tshusan) bei Ningpo finden
werden. Aber während dort eine Absonderung in senkrechte Schalen stattfindet,
sind hier die Gesteine von parallelen Kluftflächen durchsetzt, welche auf der
Schichtungsebene und der Linie des Fallens rechtwinklig stehen.
Aus den Durchschnitten an den Felswänden ringsherum schien mir zu
ergeben, dass die Mächtigkeit der Ablagerung schon in geringen Entfernungen
schwankt. Die grüne Farbe, der Tuffcharakter und manche Unregelmässigkeiten
in der Lagerung sind den sehr zahlreichen Dioritausbrüchen zuzuschreiben, welche,
wie wir bei Betrachtung der Tempelhügel (S. 308) sehen werden, den Absatz der
Schichten begleiteten. In der ersten und zweiten Stufe kommen Fucoiden-ähnliche