National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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Reste vor; in der dritten fand ich keine Spur von organischen Gebilden. Indessen
lässt sich die Aequivalenz der Schichten mit der productiven Steinkohlen-
formation theils aus Pflanzenresten bei Pa-ta-tshu (s. unten S. 312), theils aus
stratigraphischen Analogien mit den Kohlengebilden von Shansi nachweisen.
b. Zweite Abtheilung (Taingan-Gruppe).
Die gänzliche Aenderung im petrographischen Charakter, wie in der Richtung
des Streichens und Fallens, bedingt die strenge Sonderung der mit 34) beginnen-
den Schichten von der vorigen Abtheilung. Die schwankende Mächtigkeit des oberen
Gliedes der letzteren scheint anzudeuten, dass die grünen tuffartigen Gebilde Denu-
dation erlitten hatten, als die schwarzen Schieferthone sich darauf ablagerten,
während die Aenderung des Streichens dadurch zu erklären ist, dass jene auch
bereits eine geringe Hebung erfahren hatten, die mit den der Tuffablagerung
wahrscheinlich zu Grunde liegenden eruptiven Ereignissen in Verbindung gebracht
werden kann.
Die Schichten dieser zweiten Abtheilung setzen ein Kohlenrevier zusammen,
das zu Tai-ngan-shan gehört und am besten nach diesem Ort benannt wird, wenn
auch bei dem Dorf selbst nur die tieferen Lagen der ersten Abtheilung vor-
kommen. Jene würden bei weitem das wichtigste Glied unter allen kohlenführenden
Gebilden in der Umgebung von Peking sein, wenn sie in grösserer Verbreitung
erhalten wären. Lithologisch stellen sie die in europäischen Gegenden am häufig-
sten vorkommende Entwickelung der productiven Steinkohlenformation dar, obgleich
sie jedenfalls jünger als diese sind. Die örtlichen Aufschlüsse sind ebenso klar
für das Verständniss, als vortheilhaft für den Bergbau. Denn die Gesteine werden
rechtwinklig zur Streichrichtung von einer tiefen Schlucht durchschnitten, deren Wände
bis 1200 Fuss hoch aufsteigen. Die grösste Tiefe erreicht sie dort, wo man sich in
den mit 40) bezeichneten Schichten befindet. Lange Haldenlinien zeigen an beiden
Gehängen die Stellen des ehemaligen Ausbeissens der steil fallenden Flöze. Wo
eines derselben einen kleinen untergeordneten Rücken quer durchsetzt, ist es zu-
weilen in seiner ganzen Mächtigkeit herausgenommen, und in der Profilansicht
zeigt noch ein offener Spalt die Stelle, wo einst die Kohlentafel in steiler Auf-
richtung eingeschaltet war. Bei meiner Anwesenheit fand ich in der Schlucht nur
eine einzige grosse Grube im Betrieb. Sie heisst die Hu-tsau («dickes Flöz») -Grube.
Das Flöz streicht WSW—ONO und fällt 65° NNW. Seine Mächtigkeit soll in
der Regel 11 Fuss betragen, oft auch weit darüber und etwas darunter. Man
gewinnt einen lebhaft glänzenden, deutlich lamellaren Anthracit von kleinmusche-
ligem Bruch und grosser Härte. Es wird ausschliesslich Stückkohle gefördert, da
sich nur für diese ein Markt bietet, und zwar bricht man würfelförmige Blöcke von
2 bis 3 Kubikfuss. Ich bemerkte keine wesentliche Verunreinigung und keinen
Unterschied in der Qualität der Kohle nach der Stelle im Flöz, von der sie stammt.
Das Hangende wird durch ein grobes Conglomerat von Quarz und Kalkstein (41) gebil-
det, das mit einigen thonigen Einlagerungen als eine 100 Fuss mächtige, schroffe
Bank langs aller Abfälle zu verfolgen ist. Ich werde dasselbe als Hutsau-Con-
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