National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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307
Bezeichnung der Gesteine.
f. Schwarze und graue sandige Schieferthone und sandigthonige, z. Th. glimmerige Schiefer, theils ebenfläching, theils krummschalig. Gelbe Sandsteine mit Eisenerz.
e. Weissgraue feinkörnig krystallinische Kalksteine mit unterbrochenen Zwischenlagen und Knoten von schwarzem Hornstein.
d. Blauer krystallinischer kieseliger Kalkstein, z. Th. rein, z. Th. mit dicken Zwischenlagen von Hornstein. Mächtigkeit bedeutend, aber unbestimmt.
500
2500
NO — SW
Wechselnd, z. das Profil
Hierin das Dorf Pai-yü und sämmtliche Pässe. Auf dem Plateau herrschend.
Bilden den Mauerabfall bei Pai-yü.
Zwischen Ma-hung-yü und Fan-shan-pa.
Hier haben wir also einen wenigstens 10000 Fuss mächtigen Schichtenaufbau fast ausschliesslich von Kalksteinen, deren oberste Glieder der Cambrischen Formation angehören. Von vielen Localitäten kennen wir in derselben Reihenfolge von oben nach unten die Schichtgruppen: m, l, i und h 2 mit ihren stets leicht wiederzuerkennenden, auffallenden petrographischen Merkmalen. Darunter aber findet sich hier eine von den östlicheren Gegenden abweichende Entwickelung. Es fehlen die mächtigen Einlagerungen der glimmerigen rothen Thongesteine, die nur in h vertreten sind, und statt der knötigen Kieselkalke der Südküste von Liau-taug begegnen uns sehr mächtige Kalksteine mit Hornstein.
Eigenthümlich ist es, dass die Schiefer f alle hohen Pässe bilden. Wo die Gebirgs-mauer bei Päi-yü vorspringende Theile hat, strebt der Kalkstein in Formen von Thürmen und Castellen auf. Aber auf der Höhe wird die Mauer von den Schiefern gekrönt, welche ein sanftes, welliges Land schaffen. Dann treten sie wieder an dem Pass gegen Ma-hung-yü auf und herrschen bis hinab zum Dorf; ferner auf dem Pass, den man westlich von dem letztgenannten Dorf übersteigt, und der 400 Fuss über demselben liegt. Es sind meist Gesteine von graugrünen Farben; doch kommen auch schwarze, sehr ebenflächige Schieferthone vor. Auf den Schichtflächen sind zuweilen verzweigte stengelartige Gebilde; aber alles Suchen nach deutlichen organischen Resten war vergeblich. Eisenfinden sie sich in gelbbraunem Sandstein und Schiefer.
Von dem Pass jenseits Ma-hung-yü steigt man noch durch einen Complex von 300 Fuss dieser Schiefer hinab. Dann beginnt licht-graublauer und weisslicher feinkörnig-krystallinischer Kalkstein mit unterbrochenen Lagen und Knauern von Hornstein. Er fällt 12° SO. Die Schlucht verbreitert sich, und mehr als 4000 Fuss über dem Meer beginnt das erste grossartige Auftreten von Löss. Jenseits des Dorfes Tau-köu ändert sich der Charakter der Kalke; sie sind stark kieselig, haben krystallinisch körnige Textur und lichtblaue Farbe.
Man tritt nun hinaus in ein Lössland, das sich allmälig gegen Norden nach dem Fan-shan-hô hin senkt und jenseits ebenso allmälig wieder ansteigt. Hohlwege und Runsen sind darin eingeschnitten. Blickt man auf das südliche Scheidegebirge zurück, so gewahrt man nichts mehr von seiner Wildheit und seinen tiefen Schluchten; es erscheint als eine Reihe dunkler, sanftgeformter Hügel, nach denen sich der Löss ganz allmälig hinanzieht, und denselben Charakter hat die Landschaft, die man gegen Norden überblickt. Denn wir befinden uns zum ersten Mal in einem jener grossen, ehemals abflusslosen Becken, die sich mit dem Schutt der umgebenden Gebirge und atmosphärischen Sedimenten auffüllen, ehe sich die Gewässer einen Ausweg bahnten und die Ausfüllungsmassen tief durchschnitten. Damit betreten wir die Gegenden, wo das anstehende Gestein nicht mehr auf Schritt und Tritt erkennbar ist. Mühsam müssen wir es von hier aus in den Gebirgen aufsuchen.
Noch zwei Thatsachen sind zu erwähnen. Die eine ist das gangartige Auftreten der-
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