国立情報学研究所 - ディジタル・シルクロード・プロジェクト
『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ
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| 0348 |
China : vol.2 |
| 中国 : vol.2 |
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OCR読み取り結果
in Frage stellt. Sollten die Flöze, wie es beinahe sicher
ist, mit denen von *Mei-ling* identisch sein, so hat die
letztere Bestimmung wenig Wahrscheinlichkeit.
Südlich von *Pi-yun-sz'* biegt das ganze Schichten-
system antiklin um und fällt nach SSO, so dass man
bald wieder in die violetten Schiefer und Sandsteine 4)
kommt. Bei *Pa-ta-tshu* aber befindet man sich noch
einmal im Sandstein (3). Es stehen hier eine grosse
Anzahl von Tempeln in einer kleinen Depression, die
sich am Südabhang des Gebirges ziemlich steil herab-
zieht. Der Ort heisst auch *Sz'-ping-tai* (die vier ebenen
Terrassen), da man von Stufe zu Stufe ansteigt. Der
höchste Tempel liegt 600 Fuss über dem tiefsten, der
in der Thalsohle steht. Die Berge umher sind kahl, nur
die Schlucht ist reich mit Bäumen bewachsen. Das
Schichtensystem 4) zeigt sich hier in seiner ganzen
petrographischen Mannigfaltigkeit und ist vielfach von
Diorit durchbrochen. Wahrscheinlich waren die Eruptio-
nen gleichzeitig mit dem Absatz der Sedimente; denn
man findet auf den feinerdigsten Schichten zuweilen eine
Dioritbank regelmässig aufgelagert; dann wieder Gänge,
begleitet von Schaltsteinen, Blattersteinen und
Conglomeraten. Doch dauerten wahrscheinlich die
Dioritausbrüche lange fort; denn gerade hier, wo das
Gestein am meisten vorkommt, sind die Lagerungsver-
hältnisse unregelmässig, und reich an örtlichen Störungen.
Ich verdanke Dr. Wells Williams, den ich hier im
Sommerquartier antraf, die Ausbeutung eines neuen Fund-
ortes fossiler Pflanzen, welchen man erreicht, wenn man
vom obersten Tempel auf der linken Seite ansteigt. Man
kommt dort zu Sandsteinen, welche von kohliger Substanz
schwärzlich gefärbt sind. Darüber liegen sehr feinerdigc
Schiefer von grünlichen, gelben und weissen Färbungen,
die ihrerseits unmittelbar von Diorit überlagert werden.
Sie enthalten zahlreiche Pflanzenreste, welche Herr
Prof. Schenk als der wirklichen Steinkohlen-
formation angehörig erkannt hat. Es sind diese
Schichten, auf welche ich mich berief, als ich oben
(S. 301) von dem Alter der Mei-ling-Gruppe und der wahr-
scheinlichen Ursache der grünen Färbung von deren
oberen Theilen sprach.
Im Ganzen betrachtet ist das Tempelgebirge die
unmittelbare Fortsetzung des Schichtensystems von *Tai-
ngan-shan*. Dort war die Entwickelung bis in sehr
jugendliche Formationen hinein zu verfolgen, und Alles
fiel nördlich. Hier erreicht sie schon bald ihren Ab-
schluss nach oben, und die Lagerung ist deutlich eine
Mulde, deren Boden bei *Pi-yun-sz'* noch eine Aufbiegung
erfahren hat. Es kann also nur eine Vergleichung mit
dem untersten Theil der Schichtfolge von *Tai-ngan-shan*
geschehen. Von vorn herein zeigt sich ein Unterschied
in dem Vorkommen zahlreicher Eruptivgesteine, von
denen wir im Westen nur die plutonischen Sedimente
fanden, und ein zweiter in der Metamorphose, welche
die Gesteine erfahren haben. Dass sich aus meinen
Beobachtungen eine Parallelisirung nicht Schicht für
Schicht durchführen lässt, mag seinen Grund theils in
dem genannten Umstand haben, und theils darin, dass
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