国立情報学研究所 - ディジタル・シルクロード・プロジェクト
『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ
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| 0354 |
China : vol.2 |
| 中国 : vol.2 |
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finden sich die ebenflächigen, plattigen, grünlichgefärbten Kieselkalke, wie sie
in Liautung und Shantung für die Tungwönn-Schichten (s. oben S. 226)
charakteristisch sind. Mächtigkeit 580 Fuss.
i) Globulitische Kalke mit Resten von Trilobiten; den Lungmönn-
Schichten (s. oben S. 110, 226) entsprechend. Mächtigkeit über 2000 Fuss.
k) Ein Wechsel verschiedener, meist dunkelgefärbter feinkörniger Kalksteine von
splittrigem und muschligem Bruch. Hiermit kommen die Wurmkalke (s. oben
S. 99) vor. Mächtigkeit ungefähr 2000 Fuss.
Wenn man diese Schichtenentwickelung mit derjenigen in Shantung und Liau-
tung vergleicht, so zeigt sich zwar eine offenbare Analogie in den drei oberen
Gliedern, wiewohl diese hier eine weit bedeutendere Mächtigkeit erreichen, aber
auch ebenso eine auffallende Verschiedenheit in der lithologischen Ausbildung des
unteren Theils. Dort herrschten Sandsteine, Conglomerate, Quarzite und Schiefer,
denen hier und da Kalksteine, darunter insbesondere ein mächtiges System stark
kieseliger, durch talkige Beimengung klotzig werdender Kalke in Liautung ¹), einge-
lagert waren. In Tshili hingegen sind fast nur Kalksteine vorhanden, und dieselben
nehmen an Kieselgehalt zu, je weiter wir in der Formation hinabkommen. Wir
haben hier eine rein pelagische Entwickelung, im Gegensatz zu den Küsten-
bildungen jener östlicheren Gegenden.
Als Untersinisch bezeichne ich den in beiden Gebieten abweichenden Theil,
von a bis e; als Obersinisch den übereinstimmend entwickelten von h bis k.
Der letztere hat hier eine Mächtigkeit von ungefähr 4600 Fuss; diejenige des ersteren
lässt sich nur schätzen und beträgt wahrscheinlich mindestens 8000 Fuss. Charak-
teristisch für diesen sind die Einlagerungen von Hornstein, welchen wir in
ähnlicher Weise durch das ganze südliche China begegnen werden. Zwischen beiden
Abtheilungen liegen die Schichten f und g, welche sich zwar mit früheren nicht
identificiren lassen, aber doch ihrem Charakter nach eher zu oberen, als zur unteren
Abtheilung gehören ²).
2. Granitausbrüche. — Zu beiden Seiten des Engpasses von Nan-kou
(S. 314), am Yang-shan (S. 313), am Hwa-tsau-shan (S. 308) und am Pan-shan
(S. 290) wird die Sinische Formation von Graniten und Syeniten durchbrochen, mit
denen Porphyre in enger genetischer Verbindung zu stehen scheinen. Es sind mit
den Eruptionen grossartige metamorphosirende Einwirkungen verbunden gewesen;
insbesondere wurden die Kalksteine in breiten Zonen in Marmor verwandelt, welcher
zum Theil von vorzüglicher Beschaffenheit für technische Zwecke ist ³). Dieselbe
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