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『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ
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| 0357 |
China : vol.2 |
| 中国 : vol.2 |
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werden. Bituminöse Kohle charakterisirt die Futau-Gruppe im Gegensatz zu allen
vorhergehenden, welche Anthracit führen.
10. Porphyr-Ausbrüche. — Wie die Granite der Gegend von Peking jünger
sind als diejenigen der östlicheren Provinzen, so ist es auch mit den Porphyren der
Fall. Es ist zwar nicht unwahrscheinlich, dass die Porphyre im Nankóu-Pass (S. 314)
der granitischen Eruptionsperiode als deren Nachläufer angehören. Aber bei Tshai-
tang, und von dort nach Westen und Osten, dem Südfuss des Nankóu-
Gebirges entlang, sind sie jüngeren Alters als die ganze eben betrachtete Forma-
tionsreihe; denn sie durchbrechen, verwerfen und überlagern die Schichten der
Futau-Gruppe. Porphyrische Conglomerate begleiten den festen Porphyr
in massenhaften Anhäufungen. Mit den Eruptionen schliesst die Sedimentbildung
ab; das Land blieb fortan über das Meer erhoben.
Wir kommen nun unmittelbar zu den Gebilden der jüngsten Perioden:
11. Vulcanische Gesteine. — Ich habe dieselben selbst nur bei Tshang-
ping-tshóu (S. 316) beobachtet; doch scheinen sie noch an anderen Orten der Bucht
von Peking vorzukommen. Es dürfte hier ein ähnlicher vulcanischer Herd gewesen
sein, wie in der grossen Bucht von Mukden. Nachwehen sind in heissen Quellen
vorhanden, unter denen diejenigen von Tang-shan die berühmtesten sind. Vielleicht
sind auch die in Peking zeitweilig vorgekommenen, ziemlich heftigen Erdbeben
damit in Verbindung zu bringen. Im Inneren des Gebirges sind mir vulcanische
Gesteine nicht bekannt.
12. Löss. — Wir lernten dieses Gebilde in der Bucht von Peking (S. 275 ff.) und
südwestlich davon am Gebirgsrand kennen (S. 293) und fanden es im Gebirge selbst
bei Tshai-tang (S. 304). Aber dasjenige Gebiet, wo der Löss in grosser und typischer
Verbreitung auftritt, beginnt erst nordwestlich vom Nankóu-Gebirge. Ueberall ist
die Anhäufung von Gebirgsschutt gegen die Ränder der Ebene und der einzelnen
Becken hin mit ihm verbunden.
13. Schotter, Sand und andere diluviale und alluviale Gebilde, welche theils
in Flussbetten, theils auf dem Boden eines sehr seichten Meeres abgelagert wurden,
wie wir oben (S. 274 ff.) auseinandergesetzt haben.
VERSUCH EINER TEKTONIK DER GEBIRGE UM PEKING.
Am Eingang dieses Capitels (S. 281 ff.) habe ich versucht, die Grundzüge der
Bodenplastik in den Umgebungen von Peking nach allerdings wenig zureichenden
Materialien darzustellen. Die Gebirgswelt liess sich dabei nur in ihrer Gesammtheit
in's Auge fassen, da ihre Gliederung noch unbekannt ist. Wenn wir nun doch
versuchen, mit Hilfe des Schlüssels, welchen die geologische Kenntniss oft zur Ent-
zifferung verwickelter Verhältnisse bietet, die Tektonik über die Grenzen der vorher-
gehenden Detailsbeschreibungen hinaus zum Gegenstand der Erörterung zu machen,
so fehlt es uns zwar einerseits sehr an ergänzenden Elementen; aber andererseits
sind einige der beschriebenen Beobachtungen von entscheidender Bedeutung, und
zugleich zeigt sich in der Anordnung eine gewisse Regelmässigkeit, welche uns.
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