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0365 China : vol.2
China : vol.2 / Page 365 (Grayscale High Resolution Image)

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doi: 10.20676/00000260
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zusammen, wie den *Pai-kwa-shan*, und geben das Material für die vorerwähnten
mächtigen Breccien.

Was nun die Lagerungsverhältnisse der genannten Formationen innerhalb der
Mulde betrifft, so ist es klar, dass sie eine bedeutende laterale Pressung erfahren
haben. Treten auch enge Zusammenfaltungen nicht, oder, wie in der Gegend von
Tshai-tang, nur örtlich auf, so bildet doch der Gebirgsbau in unserem auf Tafel III
dargestellten Profil im grossen Ganzen eine Antikline, deren mittlerer und tiefster
Theil hoch gewölbt ist, während im nördlichen Flügel sanftere Neigungen vor-
walten und diejenigen des südlichen unbekannt sind. Weiter östlich nehmen
die Faltungen an Zahl zu, aber ihre Intensität ist nicht bedeutend. Das tiefste
kohlenführende Glied, die Mei-ling-Schichten, gibt dort mit seiner Kohlenkalk-
Unterlage einen leicht erkennbaren Anhalt. Es liegt deutlich in mehreren Mulden
des letzteren. Ein ähnliches Verhältniss ist betreffs der Hutsau-Schichten angedeutet.
Pumpelly erkannte, dass die Formation der dreizehn Flöze bei *Monn-ta-kou* in
einem höheren stratigraphischen Niveau liege, als jenes erste Gebilde, sowie dass
das massige Quarzconglomerat, von dem sie überlagert wird, einen ausgezeichneten
Horizont abgibt. Während dasselbe in unserem Profil nur einmal, bei *Hu-tsan*,
auftritt, fand es Pumpelly noch einmal nördlich von Monn-ta-kou, wo es das
Liegendste der ganzen Formationsreihe von Tshai-tang bildet. Diese aber ent-
spricht, wie seine übersichtliche Zusammenstellung zeigt¹), genau den Schichten,
welche wir zwischen *Hu-tsan* und *Ma-ling* beobachteten.

Die Zusammenfaltung innerhalb der Mulde geschah nicht in einem bestimmten
Zeitabschnitt, sondern sie schritt langsam während der langen Ablagerungsperiode
fort, wobei sie aber entweder epochenweise eine grössere Intensität erreichte, oder
in einzelnen Perioden, während deren die Ablagerung unterbrochen war, fortwirkte.
Das Eine oder das Andere ergibt sich aus der Wiederholung abnormer Auflage-
rungen ganzer Schichtencomplexe. Wir haben darauf eine Eintheilung in grössere
Gruppen gegründet. Wahrscheinlich war die Ursache der nicht conformen Auf-
lagerung nicht immer dieselbe: bestimmter lässt sie sich nur am Schluss der
Meiling-Schichten durch eine periodische Trockenlegung deuten, da die dioriti-
schen Tuffgebilde Erosion erlitten hatten, ehe die Auflagerung der nächsten
Schichten begann.

Wir haben bisher ein Gebirge unbeachtet gelassen, welches innerhalb der Zone
von Tshaitang und Peking auftritt, und doch Besonderheiten im Bau zu haben
scheint. Dies ist der *Yang-shan* mit dem daran sich schliessenden *Mian-fong-shan*.
Hier spielt der Syenit eine grosse Rolle. Ausserdem kommen im südlichen Theil
die Schichten von Pa-ta-tshu in einem Zustand hochgradiger Veränderung vor;
doch scheint auch die Sinische Formation einen Antheil am Bau des Gebirges zu
haben. Sollte dies der Fall sein, so wäre damit eine wesentliche Abweichung