National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
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von der hier angenommenen Regelmässigkeit erwiesen. und vielleicht lasst sich die
benachbarte tiefe Versenkung an der Stelle der jetzigen Bucht von Peking damit
in Zusammenhang bringen.
Es bleibt uns noch übrig, die weitere Erstreckung der in Rede stehenden Zone
zu betrachten. Gegen Südwesten hin fehlt es für eine grosse Entfernung an
jedem Anhalt zur Beurtheilung, ob sie dort in der hier vorausgesetzten Weise fort-
streicht; es wird aber dadurch wahrscheinlich, dass wir in weitem Abstand, am
südlichen Fuss des Wu-tai-shan, Formationen treffen, welche mit den betrachteten
in Parallele gestellt werden können. Dort wird auch Kohle ausgebeutet. Sollte
sie in der zwischenliegenden Strecke vorkommen, so würde sie wegen der spärlichen
Bevölkerung der äusserst wilden Gebirgsgegend von sehr geringem Werth sein.
Was die Erstreckung der Zone gegen Nordosten betrifft, so bietet sich ein Anhalt
durch die Thatsache, dass bedeutende Steinkohlengruben in der bevölkerten Gegend
am Lwan-hö gerade dort vorkommen, wo wir sie der Theorie nach erwarten sollten,
nämlich ungefähr halbwegs zwischen Tshong-to-fu und Hsi-fong-kou. Auch kann
ich auf die oben (S. 325) erwähnte Beobachtung verweisen, dass der To-ho nördlich
von der erstgenannten Stadt aus einem wilden und hohen Gebirge herauskommt,
welches wir als Fortsetzung des Nanköu-Gebirges betrachteten, und dass an
seinem Südfuss die Landschaft ihren Charakter durch das Vorkommen von Conglo-
meraten erhält, welche dieselben Formen annehmen, wie die Porphyrbreccieen im
Osten von Tshai-tang.
Die Bucht von Peking. — Wir haben am Eingang dieses Capitels die geo-
graphische Stellung und historische Rolle der Bucht von Peking angedeutet und
den Charakter der Sedimente an ihrer Oberfläche beschrieben. Es bleibt uns ein
Wort übrig über ihr Verhältniss zur Geotektonik des Gebirgslandes. Sie stellt in
dieser Beziehung einen Einbruch dar, welcher vor Ablagerung des Kohlenkalkes
an dem aus den Schichtmassen der Sinischen Formation bestehenden Rand eines
alten Continentes dadurch gebildet wurde, dass ein Theil des dem letzteren vorlie-
genden, durch den Höng-shan und Pan-shan bezeichneten Gebirgszuges versank.
Den Beweis hierfür gibt die Communication des offenen Meeres der Steinkohlen-
periode mit der durch den letztgenannten Zug begrenzten, langgezogenen Bucht.
Es ist bemerkenswerth, dass somit die Besonderheiten der geographischen Lage
von Peking seit urältester Zeit vorgezeichnet waren. Wie aber alle Bodenbewegungen
ausserordentlich langsam gewesen sind und durch endlose Perioden fortgedauert
haben, so schloss auch die Versenkung nicht ab, sondern setzte, vielleicht in Inter-
vallen, fort. Man konnte zwar das Fehlen der Schichtgebilde der Zone von
Tshai-tang innerhalb des von der Bai eingenommenen Raumes durch die Wirkungen
der Erosion allein zu erklären suchen. Allein einerseits spricht dagegen die Steilheit
der östlichen und westlichen Ränder der Bai; andererseits ist es beachtenswerth,
dass gerade sie der Schauplatz einer allerdings nur in einzelnen Fragmenten über
den Ausfüllungsmassen sichtbaren vulcanischen Thätigkeit gewesen ist. Beides ist der
Annahme einer späten Fortdauer auf die Bucht beschränkter Bodenbewegungen günstig.
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