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0369 China : vol.2
中国 : vol.2
China : vol.2 / 369 ページ(白黒高解像度画像)

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doi: 10.20676/00000260
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333

Fortsstreichens liegen, wie ich oben (S. 302) zu beweisen gesucht habe, die berühmten
Gruben von Mönn-ta-köu, welche seit vielen Jahrhunderten fortdauernd die Haupt-
stadt mit einem vorzüglichen Anthracit versorgt haben. Sicher darf man annehmen,
dass dort zuerst die mächtigsten und am günstigsten gelegenen Flöze von ihrem
Ausbeissen gegen das Innere des Gebirges, so weit als die Kosten der Arbeit die
Concurrenz mit anderen Gruben noch ermöglichten¹), abgebaut worden sind, und
dass die Verhältnisse der Tö-yi-Grube, welche denen der Hu-tsau-Grube entschieden
nachstehen, nicht maassgebend sind. Eine genaue Aufnahme des Reviers wäre sehr
erwünscht. Es sollte untersucht werden, ob nicht durch Anlage eines Erbstollens
von wahrscheinlich geringer Länge unverritzte Theile der sämmtlichen 13 Flöze in
einem von der Ebene aus leicht erreichbaren Niveau angefahren werden könnten.
Da die Oberfläche schnell ansteigt, so würde man voraussichtlich ausserordentlich
ausgedehnte Theile sämmtlicher Flöze durch einen einzigen Stollen einem leichten
Bergbau erschliessen.

Wenn dies sowohl hinsichtlich der Beschaffenheit der Kohle, als des voraus-
sichtlich günstigen Verhältnisses der Anlagekosten zum Förderungsquantum, die
werthvollste Kohlenstufe der westlichen Gebirge zu sein scheint, so hat die kohlen-
führende Abtheilung der Mei-lung-Stufe den Vortheil einer weiten Verbreitung und
ausgedehnten Erhaltung. Wir haben oben (S. 320) die Orte genannt, wo wir sie
mit Sicherheit nachweisen können, und eine genauere Untersuchung würde deren
unzweifelhaft noch mehrere ergeben. So fehlt es uns z. B. an Angaben über die
Lücke zwischen den Gruben am Ma-ngan-shau und denen bei dem Dorf Tai-ngan-
shau. Es ist ein schwerer, eisenfarbener, etwas schmutzender Anthracit mit
graphitischem Glanz, welcher auf allen Flözen bricht. Die Zahl derselben wird an
fast allen Orten zu sechs angegeben. Von den jetzt vorhandenen Werken kann
diese Kohle am billigsten nach Peking geschafft werden; zu gleichen Preisen
würde sie die Concurrenz mit dem Anthracit der Hu-tsau-Gruben nicht bestehen.
An einigen Orten könnten durch Stollenbau die Flöze in grösserer Tiefe angeschla-
gen werden, während in den zunächst bei Peking gelegenen und vermuthlich in
einer sehr frühen Zeit gänzlich ausgearbeiteten Kohlenschichten am Yu-tshün-shan
(S. 308), am Tempel Hei-lung-tan (S. 310) und bei Pi-yün-sé (S. 311), ein sehr
geringer Tiefbau die unverritzten Theile der Flöze anschlagen müsste. Da von
diesen Orten auch vor Einführung von Locomotivbahnen ein Schienenweg für
Pferdekraft das Product billig nach Peking bringen würde, so dürfte sich hier das
nächste Feld bieten, um die Hauptstadt mit Kohle zu versehen.

Wir haben nach diesen Auseinandersetzungen kein Recht, dem Kohlenfeld von
Tshai-tang, insofern es die zwei kohlenführenden Abtheilungen der Ta-tsau-Gruppe