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0375 China : vol.2
中国 : vol.2
China : vol.2 / 375 ページ(白黒高解像度画像)

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doi: 10.20676/00000260
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eingeengt, und es werden sich in einzelnen Fällen Beispiele der wahrscheinlich häufigen
Erscheinung ergeben, dass dabei ein Abfall in ein beträchtlich tieferes Niveau statt-
findet. Aus diesen Gründen sind Flüsse in Lössgegenden im Allgemeinen gar
nicht schiffbar; einige sind es in unvollkommener Weise auf kurze Strecken.

Fehlen auch den Flüssen unseres Gebietes meist eigentliche Alluvialthäler, so
sind doch ebene Ausbreitungen des Bodens vielfach vorhanden, und zwar beson-
ders an denjenigen Stellen der Lössbecken, welche vor einer Durchbruchsstelle
liegen. Bei weitem die umfangreichste ist in dem grossen Becken von Ta-tung-fu,
wo die Ablagerungen, wenigstens die der Oberfläche zunächst gelegenen, soweit
ich sie kennen lernte, durch Niederschlag aus einem Salzsee entstanden sind. In
dem tieferen, dem Durchbruch gegen das nächste Becken unmittelbar vorliegenden
Theil, mögen Alluvien des Sang-kan-hô darüber ausgebreitet sein. Diese zweifache
Entstehungsart wird auch für die anderen ebenen Ausbreitungen ähnlicher Art
gelten, wie wir sie z. B. bei Hsüen-hwa-fu, bei Pau-ngan-tshóu und bei Hwai-lai-
hsien finden.

Das stufenförmige Ansteigen der einzelnen Steppenböden lässt sich noch in
wenigen Fällen bestimmter nachweisen. Der tiefste Punkt in unserem ganzen Gebiet
liegt dort, wo der Sang-kan-hô das Nankóu-Gebirge betritt. Er ist noch nicht ge-
messen. Die Höhe der in der Nähe auf Löss gelegenen Stadt Hwai-lai-hsien bestimmte
Fritsche zu 1807 engl. Fuss, den Ort Ki-ming-yi am Yang-hô zu 1716 F. Die
Meereshöhe jenes niedrigsten Punktes wird daher nicht weniger als 1650 F. betra-
gen. In dem Becken des Yang-hô habe ich selbst noch gemessen: Hsüen-hwa-fu mit
1860 F., Kalgan mit 2610 F.¹), Hsi-wan-tsze mit 3890²), ausserdem einige später
zu erwähnende Orte im nordwestlichen Quellgebiet; am Sangkan-hô berechnete ich
Pau-ngan-tshóu mit 1750 F., die Ebene von Ta-tung-fu mit einer Durchschnitts-
höhe von 4000 Fuss. Von letzterer hat der Sang-kan-hô ungefähr 60 g. M. in
gerader Richtung zurückzulegen, um die Ebene bei Pau-ngan-tshóu zu erreichen.
In dieser Strecke scheint mir Eine grosse Zwischenstufe durch das Lössbecken von
Hsi-ning-hsien bezeichnet zu sein. Sowohl am Eingang in dasselbe, wie am Aus-
gang gegen die tiefere Stufe, bezeichnet je eine lange Strecke des Flusses, an der
auf chinesischen Karten keine Ortschaften angegeben sind, die Enge und Unweg-
samkeit der Schlucht, durch die das Wasser sich Bahn bricht, und in jedem der
beiden Fälle muss ein erheblicher Fall stattfinden.

Mit der Ebene von Ta-tung-fu ist das höchste Niveau der Thalböden noch
nicht erreicht, wir werden deren bis zur Höhe von 6000 Fuss finden und die staffel-
förmige Anordnung mehrfach nachweisen können.

An den Grenzen gegen die Steppe gibt es einige abflusslose Enclaven, welche,
wenn auch noch so klein, nicht den Lösscharakter haben, sondern diminutive