国立情報学研究所 - ディジタル・シルクロード・プロジェクト
『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ

> > > >
カラー New!IIIFカラー高解像度 白黒高解像度 PDF   日本語 English
0391 China : vol.2
中国 : vol.2
China : vol.2 / 391 ページ(白黒高解像度画像)

New!引用情報

doi: 10.20676/00000260
引用形式選択: Chicago | APA | Harvard | IEEE

OCR読み取り結果

durch seinen Pferdemarkt. Der Ort liegt auf der Wasserscheide. Auf Lössland geht es
über Tsi-tau-ku nach Hung-tshi-liau, wo man den in grossem Halbkreis um den Yüen-
shan sich ziehenden Abbruch des vulcanischen Plateau's erreicht und dessen Oberfläche
in ungefähr 5600 Fuss Meereshöhe betritt. Der Pass am Tem-
pel Liau-ye-miau, welcher die Zuflüsse des Yang-hö von denen
des Sang-kan-hö scheidet, ist 400 Fuss höher. In gleichem Ni-
veau mit ihm liegen mehrere Dörfer zerstreut. Ueber dasselbe
steigen flache Höhen noch um weitere 500 Fuss an. Der Löss,
und mit ihm der Ackerbau, reichen bis dort hinauf und finden
somit ihre Grenze erst in der Meereshöhe von 6500 Fuss.
Der Pass liegt noch im Dolerit. An der Südseite aber
folgt sofort Gneiss, meist von quarzitischer Beschaffenheit; er
streicht S 50° W — N 50° O und fällt 55° SO. Im Osten öffnet
sich ein Amphitheater von Gneissbergen, deren höchste und
schroffste in der ungefähr 7500 Fuss hohen Kette des Ku-lu-
shan liegen. Letztere hat das durch die Schichtung angegebene
Streichen und endigt, ebenso wie einige sich dicht an sie
drängende Parallelketten, im Südwesten mit einem steilen Ab-
sturz in ein weites Lössbecken von fast unmerklichen Neigungen,
das eine Meereshöhe von ungefähr 5000 Fuss hat, und dessen
Mitte von einer Anschwung von Seelöss eingenommen wird. Von
einem kleinen Hügel, 20 li südlich von Ta-tsun-kwan, bietet sich
eine ähnliche Rundsicht wie vom Yüen-shan. Im Osten sieht
man die westlichen Enden der erwähnten krystallinischen Paral-
lelketten, von denen nur die nördlichste eine deutlich erkennbare
vulcanische Decke trägt. Von NW über W bis SW sind lang-
gedehnte Plateaulinien. Das Plateau hat einen deutlichen Rand,
der um 800 bis 1000 Fuss höher liegt als die Thalsohle, und
zeigt einige Unterbrechungen, von denen die grösste gegen den
Kir-noor gerichtet ist. In diesen, und ebenso vor dem Rand,
erheben sich eine Anzahl auffalliger runder Kuppen. Nur einer
derselben, der Niu-tching-shan, ist hoch und spitz und ragt über
die Plateauhöhe auf. Nach Südwest das Land offen, und in
weiter Ferne erheben sich niedere flache Rücken.
Der Contrast zwischen den ruhigen Plateaulinien und den
Umrissen der krystallinischen Zackengebirge gilt dem Rundblick
etwas Fesselndes. Es tritt hierzu noch ein Merkmal. Während
nämlich sonst Lösslandschaften gelb sind, ist hier das ganze
Thalboden von einem dunkelbraunen, im Uebrigen lockeren, lehmi-
sandigen Boden bedeckt, der früher sehr productiv war, jetzt
aber mehr Dünger verlangt, als ihm gegeben werden kann. Den-
noch entblösst jeder Wasserriss echten gelben Löss. Für diese
Eigenthümlichkeit habe ich eine Erklärung nicht gefunden. Das
Thal enthält viele Dörfer. Es beginnt in ihm der Anbau der
Gerste.
Pumpelly hat in dieser Gegend zwei vulcanische Plateau's,
ein höheres und ein tieferes, unterschieden¹). Ich fand die
Ansicht begründet. Denn wenn man nach Süden auf dem eben
Thalboden fortgeht, öffnet sich plötzlich ein Durchgang nach
einer tieferen Region, welchen auch der Thallauf benutzt. In
dem Abstieg bei dem Dorf Kwan-tung-pu (4675 F.), durch wel-
ches Pumpelly rechtwinklig zu meinem Weg, von Westen nach
Osten, kam, und von da an weiterhin an der westlichen Thal-
wand, sieht man deutlich die horizontalen schwarzen Lagen
desselben doleritischen Gesteins, das wir auf dem mongolischen Plateau fanden. Es
bleibt stets im Charakter gleich und zeigt auch hier dichte, blasige und krystalli-