国立情報学研究所 - ディジタル・シルクロード・プロジェクト
『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ
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| 0394 |
China : vol.2 |
| 中国 : vol.2 |
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enthalten. Obwohl die Kohle das Aussehen von Anthracit hat,
brennt sie mit heller Flamme und etwas Rauch; doch bläht
sie sich nicht, backt nicht und cokt wenig. Das Bitumen ist
bald ausgebrannt; nachher glüht die Kohle noch lange und
gibt eine grosse Heizkraft. Sie hinterlässt nur wenig feine
weisse Asche. Der Preis auf der Grube ist 100 bis 125 tsien¹
für die Maulthierladung von ungefähr 200 kin (d. i. M. 3.10
bis 3.88 für die metrische Tonne). Auf der von mir besuch-
ten Grube war die tägliche Förderung 60,000 kin oder 361/2
Tonnen, was durch die Angabe der Zahl von 120 Förderern
bestätigt wurde²). Die anderen Gruben vermehren dieses
Quantum jedenfalls sehr erheblich. In weitem Umkreis brennt
man die Kohle von Ta-tung, die ihrer ausgezeichneten Eigen-
schaften und ihrer Billigkeit wegen selbst an entlegenen
Orten die Concurrenz mit leichter erreichbarer Kohle aushält.
So wird sie z. B. in Kalgan mit Vorliebe verwendet, ob-
gleich man dort billigere Sorten hat, und die Missionare von
Hsi-ying-tsê bedienen sich ihrer ausschliesslich, trotz der Nähe
von Tumulu.
Einen dritten, besonders lehrreichen Durchschnitt am
Rand des Kohlenfeldes erhielt ich auf dem Weg von Hei-
ku-tsê nach Hwai-jönn-hsien, welcher über einen
5220 F. hohen Gebirgspass führt. Er ist in Fig. 76 dargestellt.
Wie in den beiden ersten Fällen, so biegen sich auch hier die
söhligen Schichten der Kohlengebilde nach dem Rand hin auf.
Das Hauptflöz, welches vorher 250 Fuss tief lag, kommt da-
durch zu Tage, ist aber hier längst abgebaut. Wo es zuerst
aus der Thalsohle aufsteigt, hat in einer nicht lange vergange-
nen Zeit noch ein ausgedehnter Bergbau stattgefunden. Die
Ruinen eines grossen Dorfes, sowie die Halden und Lager-
plätze für die Kohle, geben davon Zeugniss. Doch war das
Flöz bei meiner Anwesenheit seit längerer Zeit in Brand, und
dicker Rauch kam aus dem Schacht.
Steigt man etwas höher, so sieht man die Schichten
deutlich angelagert an
Obere Sinische Kalke (3), und zwar dieselben wie
bei Lang-grr-kou, nämlich Globulitische Kalke, Wurmkalk
und graue kieselige Kalke, welche mit thonigen Zwischen-
lagen von rothen und blaugrauen Farben wechsellagern.
Darunter folgen noch rothe thonige Schichten, die in sehr
dünnen Lamellen mit eben solchen von Kalk gleichmässig
alterniren, ein Schichtglied, das weiterhin sehr charakte-
ristisch wird. Die Gesammtmächtigkeit der Formation ist
hier kaum 1000 Fuss; ihr unterer Theil fehlt ganz. Als ihr
Liegendes folgen, noch ehe man den Pass erreicht:
Krystallinische Schiefer (1), und zwar grauer,
hornblende- und glimmerhaltiger Gneiss, wechselnd mit
rothem; ersterer ist feinkörnig, letzterer grobkörnig. Ein
ebenfalls sehr grobkörniger, zuweilen gneissartiger dunkel-
rother Granit setzt in zahllosen Gängen und Verzweigungen
hindurch. Granaten (die weiter nördlich häufig sind) kommen
in dem Gneiss nicht vor, aber viel Magnetisen. Der Pass
liegt in einem mächtigen Hyperitgang (2).
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