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0413 China : vol.2
中国 : vol.2
China : vol.2 / 413 ページ(白黒高解像度画像)

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doi: 10.20676/00000260
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Die Mächtigkeit beträgt jedenfalls mehr als 10000 Fuss, doch vermochte ich sie
nicht mit Sicherheit zu schätzen.

Die Wutai-Schichten sind jünger als der Gneiss und älter als die Sinische
Formation, von der ihre aufgerichteten Schichtenköpfe horizontal überlagert werden
(s. Fig. 78). Zu der letzteren stehen sie daher in analogem Verhältniss wie die Taku-
shan-Schichten in Liautung (S. 106), oder die Kingsun-Schichten in Shantung (S. 220).
Im ersteren Gebiet hatten wir über dem Gneiss zuerst eine mächtige Reihe von schwar-
zen Quarziten und Hornblendeschiefern, und darüber ein ebenfalls sehr mächtiges
System von Quarziten, grauen Thonschiefern und krystallinischem Kalkstein. Sie bieten
nur in Hinsicht auf die stratigraphische Stellung, aber keineswegs durch ihre petrogra-
phische Entwickelung, ein Analogon der Wutai-Schichten. In beiden Beziehungen
dagegen geben sich die letzteren als ein Theil des huronischen Systems
anderer Länder zu erkennen. Doch scheint es nicht zweckmässig, diesen Namen
unmittelbar auf sie anzuwenden. Denn die Ablagerung der Wutai-Schichten schliesst
mit gewaltigen dynamischen Vorgängen, welche eine sehr lange Dauer in Anspruch
nehmen mussten; ihnen folgte eine ebenfalls lange Periode der Abtragung von
zerstörtem Gesteinsmaterial und der Umformung der Oberfläche. Dann erst begann
die ruhige Ablagerung des überaus mächtigen Sinischen Schichtensystems, welches
nur in seinen obersten Theilen Repräsentanten der Primordialfauna enthält. Wir
dürfen somit annehmen, dass die Zeiten der Zusammenfaltung der Wutai-Schichten,
der Denudation derselben und der Ablagerung eines grossen Theils der Sinischen
Schichten in die huronische Periode anderer Länder hineinfallen. Entweder sind
daher die Wutai-Schichten älter als die letzteren, oder sie entsprechen nur einem
Theil derselben, oder ihre Ablagerung begann früher und dauerte in die huronische
Periode hinein. Bei der grossen Unsicherheit in der Bestimmung der Begriffe
»Laurentisch« und »Huronisch«, welche selbst in ihrem Stammland waltet und über
dessen Grenzen hinaus zunimmt, können wir diese Parallelisirungen gegenwärtig nicht
als wesentlich zum Verständniss betrachten. Es kommt vielmehr in China, wie überall
bei den Archaischen Formationen, zunächst darauf an, sie in ihrer Entwickelung von
einer Gegend zur anderen sorgfältig zu verfolgen. Von diesem Gesichtspunkt habe ich
die Entwickelungsreihen aller Formationen des nordöstlichen China, welche älter sind
als die Sinischen Schichten, in umstehender Tabelle zusammengestellt. Die Paralle-
lisirung kann selbstverständlich nur als ein erster und unvollkommener Versuch be-
trachtet werden.

3. Eruptivgesteine der Azoischen Periode. — Zu den auffallenden
Merkmalen der in Rede stehenden Gegend, wenn man sie im Gegensatz zu Shan-
tung und Liautung betrachtet, gehört die Art des Auftretens älterer eruptiver Gesteine.
Sie setzen nicht, wie dort, mächtige, durch ihre Formen besonders auffällige Gebirge¹)
zusammen, finden sich dagegen als Gänge im Gneiss in viel allgemeinerer Verbrei-
tung; so z. B. der durch seine grossen Feldspathkrystalle ausgezeichnete Granit in