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0417 China : vol.2
China : vol.2 / Page 417 (Grayscale High Resolution Image)

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doi: 10.20676/00000260
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lichen Besprechung des Auftretens dieser wichtigen Gebilde auf die Beobachtungen
eingehen.

6. Unterer Jura¹). — In dem ganzen Stromgebiet des Sang-kan-hú und am
oberen Hu-to-hó fehlt jede Spur von Formationen, welche im Alter zwischen die
Cambrische und Jurassische Periode fallen. Auflagerungen jüngerer Gebilde auf den
Sinischen Schichten fanden wir: 1) bei Fan-shan-pu (S. 343); 2) nordöstlich von Pan-
ngan-tshón (S. 344); 3) bei Hsi-ying-tszĕ und Tunulu (S. 352); 4) bei Örr-shi-san-han
(S. 354); 5) westlich von Ta-tung-fu (S. 356 ff.). Davon sind 2, 3 und 5 steinkohlenführ-
rend, und für die beiden letzteren ergab sich aus Pflanzenresten das Alter des Unteren
Jura. Ein gleiches Alter ist für das Vorkommen bei Pan-ngan-tshón desshalb
wahrscheinlich, weil die Schichten sich dort in gleicher Lagerung mit Rücksicht
auf die Porphyre befinden, wie die jüngsten Kohlengebilde bei Tshai-tang
(S. 298 ff.). Wir werden, bis der Gegenbeweis geliefert ist, dahin auch die Kohlen-
schichten zwischen Hsi-ning-hsien und Yu-tslóu (S. 346, 47) rechnen dürfen. Die Ent-
wickelung der Jura-Formation bei Ta-tung-fu ist sehr bedeutend, und da dieselbe sich
nur hier in einer geschützten Lagerung befindet, so ist anzunehmen, dass sie in
den anderen Gegenden, wo sie in ungleich höherem Grad der Zerstörung ausgesetzt
war, von ähnlicher Mächtigkeit gewesen, aber der Denudation unterlegen ist.

7. Porphyrische Gesteine. — Eine erhebliche Entwickelung an unserem
Reiseweg erhalten Porphyre nur am Yang-hó, südlich von Hsüen-hwa-fu (S. 345). Dem
Alter nach sind sie mit denen von Tshai-tang wahrscheinlich auf eine Stufe zu
stellen.

8. Vulcanische Gesteine. — Der einzige Herd der Ausbruchsgesteine der
vulcanischen Periode, welcher eine bedeutendere Mannigfaltigkeit von Gesteinen zu
Tage gefördert hat, ist in der unmittelbaren Umgebung von Tshang-kia-kóu oder
Kalgan (S. 347) gelegen. Hier finden sich Trachyte und Rhyolithe in mächti-
gen Anhäufungen. Lavaströme und sonstige Spuren eigentlicher vulcanischer Thä-
tigkeit habe ich nicht beobachtet. Doch macht es die Art des Auftretens wahr-
scheinlich, dass wir uns hier an der Stelle eines Einbruchskessels befinden, in
welchem sich die aus der Tiefe kommenden Massen aufbauten; daher dürfte vielleicht
ein chemaliger Vulcan nachzuweisen sein²).

Ungleich grössere Verbreitung hat der Dolerit des Plateau's. Er bildet eine
umfangreiche Decke, deren Grenzen noch festzustellen sind³).