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0426 China : vol.2
中国 : vol.2
China : vol.2 / 426 ページ(白黒高解像度画像)

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doi: 10.20676/00000260
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OCR読み取り結果

serscheidenden Höhenrücken, bald mit einer geologischen Gesteinsgrenze zusammen-
fallen. Sie ist daher in diesem Theil weder eine orographische, noch eine geotек-
tonische Grenze, sondern kann nur als der Ausdruck für ein zeitweiliges Stadium
in der fortschreitenden regionalen Umbildung bezeichnet werden. Diese Function
ist besonders ersichtlich in dem Gebiet, welches zwischen den Quellen des Yang-
hö und denen des Türken-ghool liegt. Einerseits geben hier die beiden genannten
Seebecken das Beispiel einer rückschreitenden Metamorphose, indem sie dem Be-
reich des Abflusses wieder entzogen worden sind; andererseits finden sich innerhalb
des letzteren einzelne abflusslos gebliebene Enclaven, wie z. B. die vulcanische Scholle
Tsaghan-obor, welche, ähnlich dem in grossartigerem Maassstab isolirten Ordos-
Land, ein Steppengebiet ist. Eine klimatische Aenderung würde hinreichen, die
Grenze des vermeintlichen Tafellandes zu verrücken. Verminderter Regenfall würde
es erweitern, indem die Becken der letzten Quellbäche sich in ähnlicher Weise
abschnüren würden, wie es mit denjenigen des Kir-noor und Taikha-noor der Fall
gewesen ist; umgekehrt würden bei vermehrtem Niederschlag nicht nur diese beiden
wieder abfliessend werden, sondern auch andere Steppenbecken würden in den
Bereich der Lössländer gezogen werden.

Es schien mir von Wichtigkeit, dieses in früheren Capiteln bereits in allge-
meinerer Weise erörterte Verhältniss der Natur der Grenzen der Steppenländer hier,
in dem einzigen unter meine Beobachtung gekommenen Fall, selbst auf die Gefahr
anscheinend überflüssiger Wiederholung, eingehend festzustellen, da es die Grundlage
der im ersten Band entwickelten Anschauung über die Grenzen Central-
Asiens bildet. Fragen wir nun, wie das von den Steppengebilden verhüllte Skelett
am Südrand der Mongolei beschaffen ist, so ergibt sich von selbst die Vermuthung,
dass in ihm der zonale Gebirgsbau des nördlichen Shansi und Tshili ohne wesent-
liche Aenderung fortsetzt. Eine Gewähr für ihre Richtigkeit geben sowohl unsere
eigenen Beobachtungen über die Formationen, welche wir (westlich von Hsi-wan-
tsze und östlich von Hsi-ying-tsze) unter der vulcanischen Decke und den Steppen-
gebilden verschwinden oder hervortauchen sahen, als auch die Schlüsse, welche
sich aus den sparsamen Angaben von Prjewalski, Ney Elias und Armand David
auf den Bau und das Streichen der im Norden des Kir-noor und des Beckens von
Kwei-laea-tshöng gelegenen Gebirge, insbesondere der Shara-khada, Aru-sunnu-
khada und Onghun-oola, ziehen lassen; denn Alles fügt sich der Hauptstreichrich-
tung SW—NO; und die von diesen Autoren beschriebenen Gesteine lassen sich
als identisch mit denen der Sinischen Formation und den Gneissen von Nord-Tshili
erkennen.

Könnte man die Steppengebilde eben so gut in der Idee abheben wie den
Löss, der doch sein Liegendes häufig erkennen lässt, so würde sich vermuthlich
die vulcanische Decke als der bedeutendste geologische Unterschied der Süd-
randgebiete der Mongolei einerseits und der zuletzt betrachteten Gegenden anderer-
seits kennzeichnen. Auf sie haben wir hier noch näher einzugehen. Die Ausbrüche
geschahen auf Festland. Bis jetzt kennen wir ein Centrum derselben nur an einer