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0427 China : vol.2
中国 : vol.2
China : vol.2 / 427 ページ(白黒高解像度画像)

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doi: 10.20676/00000260
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den abfliessenden Gebieten angehörigen Stelle, nämlich bei Kalgan, wo sich Tra-
chyte und Rhyolithe aus der verhüllten Tiefe eines Einbruchskessels aufbauen. Die
Wände des Kessels werden im Norden und Osten von Gneiss gebildet, dem die
Ausbruchsgesteine an- und aufgelagert sind; nach den anderen Richtungen fehlen
sie. Ob ein Vulcan vorhanden gewesen ist, werden weitere Beobachtungen fest-
stellen müssen. Vielleicht ist die lange trachytische Zunge, die sich nördlich von
Hsien-hwa-fu von Osten her in das Thal hinein erstreckt, ein Lavastrom.

Abgesehen von diesem Ort finden sich, so weit die Beobachtungen reichen,
nur basische Gesteine. Die doleritische Decke hat von WSW nach ONO eine
Ausdehnung von mindestens 150, bei einer Breite von 40 bis 50 g. M., und nimmt
ein Areal von wenigstens 300 bis 400 deutschen Quadratmeilen ein. Die Meeres-
höhe ihrer Oberfläche scheint eben so selten unter 5000 Fuss herabzugehen, als
über 6000 Fuss anzusteigen. Ausserhalb dieser ehemals zusammenhängend gewe-
senen, jetzt aber stellenweise unterbrochenen Decke kenne ich nur das vereinzelte
Vorkommen von Dolerit südlich von Hwai-jou-hsien in der Ebene von Ta-tung-fu
S. 361). Für die Beurtheilung der Lagerung des Gesteins ergeben sich einige Anhalts-
punkte durch den Umstand, dass das Liegende an mehreren Stellen durch Entfernung
der Decke blossgelegt ist und an anderen Orten über dieselbe aufragt. Das flüssige
vulcanische Material hat offenbar Vertiefungen in der aus Granit, Gneiss und
Sinischen Schichtgebilden bestehenden Unterlage ausgefüllt, dann, bei weiterem
Zuströmen, die niederen Erhabenheiten bedeckt und schliesslich nur die höchsten
Kuppen freigelassen. Es ist aber, wie oben (S. 350) angedeutet wurde und unten
in der Anmerkung naher auseinandergesetzt ist, keineswegs als sicher anzunehmen,
dass es überall auf festem Gestein ruht; ich bin vielmehr zu der Annahme geneigt,
dass dies nur bei den hervorragenden Theilen der Unterlage stattfindet. Räthsel-
haft ist die Lage der Eruptionsstellen. Weder Pumpelly noch ich haben solche
gefunden. David glaubte bei Ueberschreitung der Hochebene von Tsaghan-obir
östlich vom See Kir-noor nördlich von seinem Weg einen »hohen vulcanischen
Berg« zu sehen¹). Da in dieser Gegend, insbesondere bei Örr-tau-hö, die Art
des Vorkommens der Gesteine mehr als anderswo an Lavaströme erinnert, so mag
in der That dort eine Ausbruchsstelle sein; doch muss sich wenigstens Eine andere
in der Quellgegend der südlichen Zuflüsse des Anguli-noor, oder jenseits derselben,
befunden haben²).