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0428 China : vol.2
China : vol.2 / Page 428 (Grayscale High Resolution Image)

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doi: 10.20676/00000260
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3. Das Jura-Plateau des Hwang-hwa-shan bei Ta-tung-fu (s. S. 356 ff.).

Alle Erscheinungen, welche uns der Bau des Grundgerüstes in den beiden eben
betrachteten Gebieten zeigte: die Zusammensetzung aus beinahe ausschliesslich sehr
alten Formationen, der Parallelismus von Faltungen, Höhenzügen und Thälern, die
plateauartige Lagerung der Sinischen Gebilde u. s. w., sind zu Ende; so wie wir
die die Hochebene von Ta-tung-fu im Nordwesten begrenzende geradlinige Gebirgs-
mauer erreichen. Die Streichrichtung der grossen Verwerfungskluft selbst ist eine
neue Erscheinung. In dem Wall begegnen uns noch die Formationen, welche im
Osten herrschen, nämlich der Gneiss und die Sinischen Schichten; aber ihr Schich-
tenstreichen ist der Richtung der Verwerfungskluft parallel, und sie bilden nur eine
zwar hohe, aber schmale Einfassung des hinter ihnen sich ausbreitenden Plateau's
von Jura-Sandsteinen. Nirgends im nördlichen China scheint diese jüngste Sediment-
formation so mächtig und in so wenig gestörter Lagerung erhalten zu sein. Sie geht
unter die Sohle der Thäler hinab und baut sich gegen 2000 Fuss über diesen auf.
Die Schichtung ist nahezu horizontal, nur gegen den Rand hin aufgebogen. Im Osten
und Süden lagert jenseits der Hochebene Gneiss in gleichen Meereshöhen, und wo
dort die Sinische Formation erhalten ist, befinden sich ihre tiefsten Schichten in
hoherem Niveau, als die obersten Theile des Jura im Hwang-hwa-shan. Die Erschei-
nung lässt sich nur durch die Annahme erklären, dass das Plateau den Anfang eines
tiefen, gegen den stehen gebliebenen Theil des uralten Continentes geradlinig begrenz-
ten Senkungsfeldes bildet. Wie weit dasselbe nach Westen fortsetzt, wo und in
welcher Art es im Norden an die krystallinischen Schiefer des Taikha-Beckens und des