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『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ
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| 0429 |
China : vol.2 |
| 中国 : vol.2 |
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Türken-ghool-Gebietes grenzt, und welche Entwickelung der Gebirgsbau gegen das
Ordos-Land hin nimmt — alle diese Fragen müssen wir unerledigt lassen. Nur das
Alter der Verwerfung können wir einer Betrachtung unterziehen. Die Epochen der
grossen tektonischen Bewegungen waren (abgesehen von denen, welche ausschliess-
lich die krystallinischen Schiefer betrafen): 1) nach dem Abschluss der Sinischen
Periode, und wahrscheinlich gleichzeitig mit dem Ausbruch der Granite des Nanköu-
Gebirges, als die Bildung des letzteren als eines Continentalrandes geschah; 2) vor
der Jura-Periode, als das bisherige Festland sich unter das Meer senkte; 3) zur
Zeit der Ausbrüche der Porphyre von Tshai-tang und Pau-ngan-tshöu, als die letzte
Hebung aus dem Meer sich vollzog; 4) in der vulcanischen Periode. Die Verwer-
fung bei Ta-tung-fu mag in der ersten Epoche begonnen haben; aber ihre Haupt-
phase werden wir in die dritte setzen müssen; denn nur bei der dauernden Lage
in einem relativ tiefen Niveau konnten die Schichten vor der Erosion geschützt
werden, welche die gleichaltrigen Gebilde in den vorher betrachteten Gebieten bis
auf wenige Reste entfernt hat.
4. Die nördlichen Ausläufer des Kohlenplateau's von Süd-Shansi.
Wir sahen S. 372 den aus Gneiss und Sinischen Kalken aufgebauten Hsi-
tshöu-shan nach Südwesten mit schroftem Abfall hinabtauchen in die horizontal
gelagerten Gebilde der Steinkohlenformation, welche wir am Pass Shĭ-ling über-
stiegen. Die weitere Betrachtung wird erweisen, dass dies ein Theil eines im
südlichen Shansi weit ausgedehnten Plateau's ist. Ich werde bei der zusammen-
fassenden Erörterung des Gebirgsbaues der ganzen Provinz die Gründe angeben,
welche mich zu der Vermuthung führen, dass am Pass Shĭ-ling die Parallelstructur
des Nordostens überhaupt zu Ende ist, sowie, dass sie einen gleichen Abschluss
an dem letzten südwestlichen Ausläufer des Wu-tai-shan hat, und Aehnliches in der
Verlängerung des Man-töu-shan stattfindet, und endlich, dass das Thal des Hu-to-
ho von Kwi-hsien bis Hsin-tshöu mit der Grenzscheide einer sehr bedeutenden
Versenkung des Westens gegen den Osten zusammenfällt, welche die Ausbreitung
des Kohlenplateau's, wahrscheinlich bis in die Gegend von Ning-wu-fu, gestattete.
An dieser Stelle sei nur die Existenz und allgemeine Begrenzung dieser vierten
Abtheilung der Nordrand-Gebiete angedeutet.
Bruchspalten, Verwerfungen und Beckenbildungen.
Eine flüchtige Reise durch lössbedeckte Gebiete, wo man nur aus seltenen
und fragmentarischen Aufschlüssen ein Bild des Gebirgsbaues gewinnen kann, ist
wenig geeignet, die grossen tektonischen Störungen, insbesondere die Richtung
und die Art ausgedehnter Massenverschiebungen, deutlich erkennen zu lassen.
Doch führt die vergleichende Betrachtung des Beobachteten zuweilen zu bestimmten
Schlüssen auf ihr Vorhandensein. Ich beschränke mich hier auf denjenigen Theil
der in diesem Capitel beschriebenen Landstriche, welcher die von der Sinischen
Streichrichtung beherrschte Anordnung besitzt, d. i., die auf den letzten Seiten unter
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